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Ein neuer Mix im Sonnenblick

Das frühere Jugendhilfezentrum kümmert sich jetzt um die ganze Familie und fängt nun ein bisschen wieder von vorn an.

Von Anja Beutler

Nun aber losgerührt: Wenn das mit dem Spiegeleierkuchen zu Ostern was werden soll, dann darf das Pulver nicht klumpen. Das müssen Leonie und Steven gemeinsam gebacken kriegen. Bettina Schulz lacht, als sie die kleinen Köche beobachtet. Seit Anfang des Jahres ist die sozialpädagogische Fachkraft nun dabei, das frühere Jugendhilfezentrum im Sonnenblick in Bernstadt als Haus der Begegnung bekannt zu machen. Denn das ist die Einrichtung, die der Verein Lebenshilfe trägt und die direkt neben der Kita liegt, inzwischen.

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Wandern mit Kindern: Das muss mit
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Bei Ausflügen mit Kindern stehen Erlebnis und Abenteuer im Vordergrund. Das sollte bei der Tourenplanung und beim Packen des Rucksacks bedacht werden.

Gleicher Ort. Gleiche Personen. Andere Angebote. Die drei Dinge sind es, die Frau Schulz beschäftigen. Denn so einfach ist es nicht, neue Gäste anzulocken und die richtigen Angebote zu treffen. Jugendliche sind deshalb in den Räumen des Flachbaus natürlich genauso willkommen wie eh und je – aber eben auch kleinere Kinder, Eltern und natürlich Großeltern.

Der Grund für die Veränderung in Bernstadt liegt in einer Entscheidung des Kreistages. Dieser ist für die Verteilung der Gelder in der Jugendhilfe zuständig. Um die Finanzierung müssen sich die einzelnen Träger bewerben. Und der Lebenshilfe in Bernstadt ist auf diese Weise nun ein breiteres Aufgabengebiet zugewachsen. Bettina Schulz, die noch von einer Kollegin über das Programm Bürgerarbeit unterstützt wird, hat schon ein kleines, aber regelmäßiges Programm ausgearbeitet. Doch es geht der ausgebildeten Fachkraft eben nicht nur um lustige Unterhaltung, Basteln und Kaffeetrinken: „Wenn jemand Probleme mit seinen Kindern oder auch Enkeln hat, bieten wir Beratungen an, helfen auch dabei, einen Spezialisten für Probleme zu finden, wenn das nötig sein sollte“, erklärt Frau Schulz. Solche Beratungstermine oder Gespräche können individuell vereinbart werden, denn rund um die Uhr geöffnet hat das Haus der Begegnung freilich nicht.

Doch nicht immer müssen die Eltern direkt in das Haus der Begegnung kommen: Frau Schulz besucht auf Wunsch gern auch Kindergärten oder Schulen, um zu bestimmten Themen zu beraten oder einen Experten zu vermitteln. „Wir sind Anlaufpunkt für den ganzen Eigen“, sagt sie.

Finanzielle Nachteile hat der Trägerverein durch die Veränderungen allerdings nicht. Die Förderung durch den Landkreis sei zwar nun anders ausgerichtet, aber die Ausstattung habe sich nicht wesentlich geändert, sodass das Auswirkungen auf die Mitarbeiter hätte.

Nur ein bisschen mehr strecken und für ihre neue Sache werben, das müssen sie nun schon, sagt Bettina Schulz. Dabei gebe es durchaus einiges zu entdecken, sagt Frau Schulz: Am 17. Mai gibt es ein lustiges Märchenspektakel für kleinere Kinder, das Eltern oder auch Großeltern gern mit dem Nachwuchs besuchen können: Dabei gehe es um lustige Stationen rund um Hase und Igel. „Bis zum 14. Mai läuft die Anmeldefrist“, wirbt Frau Schulz und hofft auf neue Gäste. Ihre kleinen Bäckerkinder sind mit dem Spiegeleierkuchen inzwischen schon vorangekommen. Und den Rest kriegen sie auch noch gebacken.

Angebote Haus der Begegnung: montags 9 bis 11.30 Uhr Elterntreff (Gesprächsrunde für junge Eltern mit Kindern); vierzehntägig: dienstags 15.30 bis 18 Uhr Gesund ernähren und kochen; mittwochs: 15 bis 17.30 Uhr Elterncafé (Treff für Jung und Alt); donnerstags: 15.30 bis 18 Uhr Kreatives gestalten.

Kontakt: 035874 24250