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Ein neuer Pausenhof für die Kunzemänner

Hinter der Grundschule wird gebaut. Wegen langer Lieferzeiten für Spielgeräte hat sich der Beginn verschoben.

Auf dem ehemaligen Kasernengelände hinter der Kunzemannschule haben die Arbeiten am neuen Pausenhof begonnen. Wegen langer Lieferzeiten für die Spielgeräte ist es erst jetzt losgegangen.
Auf dem ehemaligen Kasernengelände hinter der Kunzemannschule haben die Arbeiten am neuen Pausenhof begonnen. Wegen langer Lieferzeiten für die Spielgeräte ist es erst jetzt losgegangen. © Lars Halbauer

Döbeln. Wenn in der kommenden Woche das neue Schuljahr beginnt, können die Mädchen und Jungen der Kunzemannschule jeden Tag schauen, wie es mit ihrem neuen Pausenhof vorwärtsgeht. In der vergangenen Woche hatte die Firma Dathe Bau aus Geringswalde mit den Arbeiten auf der rund 2 000 Quadratmeter großen Fläche begonnen. 

Erster Schritt: Die Firma baut einen Zaun um das Gelände. Außerdem wird die Schotterschicht abgetragen und das Gelände modelliert. Das Bauvorhaben war schon im Juni vom Hauptausschuss vergeben worden. Allerdings hatte die Baufirma in Absprache mit der Stadtverwaltung erst jetzt mit den Arbeiten begonnen. 

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Der Grund sind Beschaffungsschwierigkeiten. Die Spielgeräte für den Pausenhof können voraussichtlich erst im November geliefert werden, so Stadtsprecher Thomas Mettcher. Ursprünglich war geplant, im Juni mit den Arbeiten zu beginnen.

Notwendige Pflanzarbeiten und das Ausbringen der Rasensaat können erst nach dem Aufbau der Spielgeräte erfolgen. Die Arbeiten sollen zwar in diesem Jahr abgeschlossen werden, eine Nutzung des Pausenhofes sei aber erst möglich, wenn der Rasen gewachsen ist und sich verfestigt hat, so Mettcher. Das werde erst im nächsten Jahr der Fall sein.

Die Kunzemannschule hat bei weitem den kleinsten Pausenhof aller Döbelner Schulen. Als sie 1992 eröffnet wurde, war das daneben liegende Gelände noch Kaserne. Die Erweiterung ist durch einen glücklichen Umstand möglich geworden. Der Freistaat Sachsen verlegt den Landesrechnungshof von Leipzig nach Döbeln und hatte dafür ein altes Kasernengebäude abreißen lassen. Im Tausch gegen andere Flächen auf dem Gelände war die Stadt in den Besitz des notwendigen Grundstücks gelangt.

Die Kinder der Grundschule durften für ihren neuen Pausenhof eigene Ideen einbringen. So bekommt er ein „grünes Klassenzimmer“ mit Sitzstufen. Geplant sind außerdem ein Klettergerät mit Rutsche, eine Schaukel, ein Sandkasten mit Sonnensegel, ein Bodentrampolin und eine Aussichtshütte. Einige größere Bäume waren schon vor einigen Wochen gepflanzt worden, andere kommen noch dazu. Für die Umsetzung des Vorhabens nutzt die Stadt Geld aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“. Mit den Planungen liegen die Kosten bei rund 150.000 Euro.

Gleich nebenan baut der Freistaat Sachsen am ehemaligen Straßenbauamt, in das der Landesrechnungshof einziehen soll. Derzeit erfolgen Abrissarbeiten im Inneren. Etwas ist schon fertig: Entlang der Grundstücksgrenze zur Heimerer-Schule wurde ein Streifen mit Kies und Schotter, größeren Steinen und Baumstümpfen aufgeschüttet. Auf der sogenannten Ruderalfläche soll sich allerlei Getier einnisten.

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