merken
PLUS

Ein neuer Verein rettet den Bismarckturm

Bevor wieder regelmäßig Besucher ins Denkmal können, sind aber noch viele Formalitäten zu erledigen.

Von Romy Kühr

Auch um eines der Neugersdorfer Wahrzeichen, den Bismarckturm auf dem Hutungsberg, hatte der Wahlkampf vor den Stadtratswahlen in den vergangenen Wochen keinen Bogen gemacht. Mehrere der antretenden Gruppierungen riefen die Rettung der Aussichtstürme im Stadtgebiet als eines ihrer Ziele aus. Mit gutem Grund: Einer von ihnen, der Bismarckturm, wird seit dem vorigen Jahr nicht mehr regelmäßig für Besucher zum Aufstieg geöffnet. Neben anderen Problemen fehlte es am Personal, das die Besuchszeiten absichert.

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

Jetzt ist für den Neugersdorfer Bismarckturm die Wiederbelebung greifbar – ganz ohne Kommunalpolitik. Vor Kurzem haben sich Ehrenamtliche zu einem Verein zusammengeschlossen, der sich nun um den Aussichtsturm kümmern will. Team Bismarckturm Neugersdorf heißt der neue Verein. Dessen Vorsitzender ist Volker Döring. Mit 13 weiteren Mitgliedern, die der neue Verein jetzt zählt, will er sicherstellen, dass Besucher künftig das Wahrzeichen wieder regelmäßig besteigen können. Bis das wieder zu festen Zeiten möglich sein wird, so wie es bis 2012 der Fall war, wird noch einige Zeit vergehen, schätzt Vereinschef Volker Döring. „Das wird wohl erst im nächsten Jahr werden.“ Jetzt müsse sich erst alles einspielen, die Aufgaben unter den 14 Mitgliedern verteilt werden. „Wir sind etwa sieben, acht Aktive. Die anderen sind Sponsoren, die den Verein und unser Anliegen finanziell unterstützen wollen“, erklärt Volker Döring. Außerdem seien noch etliche Formalitäten zu erledigen, berichtet er. So wartet er noch auf die offizielle Bestätigung der Vereinsgründung, sodass die Eintragung ins Vereinsregister erfolgen kann. Außerdem muss der junge Verein eine Haftpflichtversicherung abschließen, damit auch Besucher abgesichert sind. Auch ein Nutzungsvertrag mit der Stadt muss abgeschlossen werden.

2014 wollen die Vereinsmitglieder aber an einigen bestimmten Tagen schon öffnen – das erste Mal am 13. Juli. Dann organisieren sie ein Sommerfest auf dem Turmgelände. Auch am Tag des offenen Denkmals, am 14. September, wollen sie sich mit dem Bismarckturm beteiligen. Und im Dezember wird der Turm eine Station beim Lebendigen Adventskalender in der Stadt sein.

Neben der Absicherung von regelmäßigen Besuchszeiten wollen die Vereinsmitglieder des Teams Bismarckturm Führungen anbieten, bei denen sie Fragen der Besucher beantworten und aus der Geschichte des Bauwerks berichten. Die Pflege des großen Geländes erledigen weiterhin die Stadtwerke Oberland im Auftrag der Stadt Ebersbach-Neugersdorf. Denn der Turm und die Grünanlagen bleiben weiterhin städtisches Eigentum. „Es ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass wir als Verein auch mal einen Arbeitseinsatz machen“, so Volker Döring.

Als Nächstes will das Team Bismarckturm die Internetpräsentation für den Turm auf der Homepage der Stadt verbessern und eine eigene Telefonnummer und E-Mail-Adresse einrichten. Über die soll dann künftig Kontakt zum Verein möglich sein. „So können Interessenten mit uns auch Termine für eine Besichtigung vereinbaren“, sagt Döring.