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Ein neues Gerätehaus für zwei Wehren

Die Feuerwehren in Heeselicht und Stürza kooperieren. Doch wie ein gemeinsames Domizil aussehen wird, ist noch offen.

© Daniel Förster

Von Katarina Lange

Die Feuerwehrleute von Heeselicht und Stürza könnten bald aus ein und demselben Gerätehaus zu ihren Einsätzen aufbrechen. Das ist zumindest die Idee der beiden Kommunen Stolpen und Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Sie wollen sich zusammentun und ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus bauen. Die Pläne dazu werden immer konkreter. Beide Partner haben sich jetzt ein Gerätehaus angesehen, dessen Bauart auch für sie interessant wäre.

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Das Haus gehört zur Freiwilligen Feuerwehr in Mühlbach im Müglitztal. Das Objekt ist ein solider Fertigteilbau. Eine Variante, der auch Dürrröhrsdorfs Bürgermeister Jochen Frank (Unabhängige Bürger) nicht abgeneigt ist. Bei einem Rundgang wurden ihm alle Räume gezeigt. Mit dabei war der Bauträger und der Architekt des Gerätehauses sowie Vertreter aus Stolpen. Auch der Mühlbacher Wehrleiter schloss sich der Runde an. Sie alle sollen von ihren Erfahrungen erzählen. Dann wollen Dürrröhrsdorf und Stolpen entscheiden, wie es weiter geht. „Wir rechnen mit erheblichen Kosten, auch bei einem Fertigteilbau“, kündigt Jochen Frank an. Man will nun überlegen, an welchen Stellen die Kosten minimiert werden können.

Gute Neuigkeiten gibt es zumindest bei der Frage nach Fördermitteln. Der Freistaat hatte den Kommunen vor einigen Wochen bereits Fördermittel in Aussicht gestellt, sollte das Gemeinschaftsprojekt gelingen. Bei neuen Gerätehäusern wird meist nur ein Stellplatz gefördert. Da in diesem Modell aber gleich zwei Kommunen zusammenarbeiten, könnten alle zwei vorgesehenen Stellplätze mit Fördermitteln unterlegt werden.

Wo das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus entstehen könnte, ist offiziell noch nicht bekannt. Es gäbe bis zu fünf verschiedene Standorte, die noch genauer untersucht werden. Sie haben jedoch alle einen Nachteil: Die Flächen sind noch nicht erschlossen. Diese Leistung müsste vor dem Bau noch erbracht werden. Der geeignetste Standort der beiden Kommunen liegt im Moment genau zwischen Stürza und Heeselicht, allerdings auf Hohnsteiner Flur. Die Burgstadt wollte anfangs mit in das Projekt einsteigen. Denn auch die Wehr in Hohburkersdorf bräuchte ein neues Gerätehaus. Da dieser Ortsteil direkt an Stürza und Heeselicht grenzt, hätte man zu dritt ein Feuerwehrdomizil bauen können. Doch Hohnstein zog sich aus finanziellen Gründen zurück. „Das ist sehr bedauerlich, denn damit verteilt sich die Bausumme auf nur zwei Schultern“, sagt Bürgermeister Jochen Frank.

Hohnstein könnte dennoch einen Beitrag zum gemeinsamen Gerätehaus leisten. Sollte das Grundstück tatsächlich auf Hohnsteiner Gebiet liegen, würde sich die Kommune um den Bebauungsplan kümmern. Um das Projekt weiter voranzutreiben, wurde im letzten Jahr auch eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie hat sich bereits mehrfach zusammengesetzt, unter anderem, um festzuschreiben, welche Ausstattung für beide Wehren nötig ist.

Nicht nur für die Stürzaer, auch die Heeselichter Feuerwehr drängt seit Längerem auf ein neues Domizil für Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte. In Heeselicht muss der Altbau vergrößert werden. Denn in das jetzige Objekt passt das neue Feuerwehrauto nicht. Auch in Stürza fehlt es im bisherigen Gerätehaus an Platz. Die Retter wünschen sich schon seit Jahren einen An- oder eben Neubau. All diese Probleme könnten mit einem gemeinsamen Gerätehaus gelöst werden.