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Ein neues Wohnzimmer in der Altstadt

Der Pocket-Park ist in Meißen eröffnet. Nach Jahren der Konzeption entsteht damit die erste Attraktion auf dem Porzellanweg.

Das Wohnzimmer in der Görnischen Gasse rückt die Meissener Porzellankunst in den Vordergrund. Auf dem Porzellanweg zwischen Albrechtsburg und Manufaktur sind noch weitere solcher Atrraktionen geplant.
Das Wohnzimmer in der Görnischen Gasse rückt die Meissener Porzellankunst in den Vordergrund. Auf dem Porzellanweg zwischen Albrechtsburg und Manufaktur sind noch weitere solcher Atrraktionen geplant. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Meissener Porzellanweg ist schon seit Längerem im Stadtgespräch. Gemeint ist damit die Verbindung zwischen Manufaktur und Albrechtsburg. Auf diesem Weg sollen verschiedene Stationen auf die Porzellankunst aufmerksam machen. Jetzt ist ein erster Meilenstein fertig. Dafür trafen sich am Dienstag verschiedene Akteure, um den Pocket-Park einzuweihen. Dieser befindet sich auf der Görnischen Gasse, direkt vor der Bildungs- und Tagungsstätte der Bundesagentur für Arbeit. Entstanden ist dort ein Wohnzimmer, das eigentlich schon im Herbst 2019 fertig werden sollte. Aufgrund von Lieferengpässen hat es nun doch länger gedauert.

Zunächst bedankt sich Olaf Raschke in seiner Eröffnungsrede bei den anwesenden Künstlern Olaf Fieber, Tina Hopperdietzel und Andreas Ehret. Denn sie machen den Porzellanweg erst möglich. Der Oberbürgermeister betont, dass beim Wohnzimmer alle für dieses Ziel zusammengearbeitet haben. Beteiligt waren die städtischen Wohnungsgesellschaft Seeg, die Mitglieder des Stammtisches Görnische Gasse sowie der Verein Rettet Meißen – jetzt und der Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst.

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Sie alle haben das Projekt mitfinanziert. 50 Prozent der Gelder kamen zudem aus dem Verfügungsfonds "Historische Altstadt Meißen". Birgit Richter, Geschäftsführerin der Seeg: "Ich habe noch nicht erlebt, dass für ein solches Kunstprojekt so viele private Spenden zusammengekommen sind." Daraufhin nannte sie bei der Eröffnung alle Spender mit Namen und betonte, dass sich freiwilliges Engagement doch auszahlt. "Auch jetzt ist es wichtig, nach vorn zu schauen. Es gibt viele schöne Dinge wie dieses Wohnzimmer. Es beweist: Das Leben geht weiter trotz Corona."

"Hier befindet sich das Tor zu Altstadt"

Die Seeg setzte vor etwa zwei Jahren die gegenüberliegenden Häuser instand. Danach beauftragte sie das Atelier Grün und Olaf Fieber, das Areal zu gestalten. Die Landschaftsbauer Knauer aus Diesbar-Seußlitz setzten das Projekt um, zusammen mit den Künstlern. Herausgekommen ist ein Wohnzimmer mit Möbeln, Spiegeln, Wandbildern und Tapete. Die Bemalung der Porzellanplatten an der Mauer setzten dabei Olaf Fieber und Tina Hopperdietzel um. Andreas Ehret fertigte die Porzellansessel davor.

Mitarbeiter der Seeg kümmerten sich wiederum, nach Aussage Birgit Richters, nur um das Organisatorische und Finanzielle des Projekts. Der größte Dank gehe deshalb an Olaf Fieber, so die Geschäftsführerin. Dafür, dass er sich schon so viele Jahre für den Porzellanweg eingesetzt hat. Denn schon im Sommer 2017 entwarf der Designer ein Konzept für den Porzellanweg in Meißen, der die Albrechtsburg mit der Porzellanmanufaktur verbinden soll.

Darin zeichnet Olaf Fieber einen möglichen Verlauf des Weges mit Attraktionen rund um das Thema Porzellan. Der Weg soll dabei aus Stationen bestehen, die einzeln aufgesucht werden können. So möchte Olaf Fieber Touristen und Meißner mit Kunst im öffentlichen Raum in Berührung bringen, und zwar auf unterhaltende Weise. So wie das Wohnzimmer auf der Görnischen Gasse.

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"Hier befindet sich das Tor zu Altstadt. Wir hatten überlegt, was können wir hier installieren. Da ist uns dann die Idee des Wohnzimmers im Außenbereich gekommen", sagt Olaf Fieber. "Dadurch wollen wir von Meißen ein Bild vermitteln, aber auch verschiedene Techniken der Porzellankunst erlebbar machen." Bei der Eröffnung enthält sich Olaf Fieber bei der Interpretation des Wohnzimmers. Denn jeder Besucher solle seinen eigenen Zugang finden. Der Künstler wünscht sich aber, dass die Porzellankunst in Meißen sichtbarer wird. Deshalb habe er auch das Konzept zum Porzellanweg entworfen. 

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