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Ein Plateau aus Stahl

Zur Gestaltung des Geländes rund um den Berzdorfer See haben sich Studenten der Technischen Universität Dresden ein Semester lang Gedanken gemacht. Ein Plateau aus Stahl, holzbeplankt, ragt vom Restort Deutsch Ossig in den See hinein.

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Zur Gestaltung des Geländes rund um den Berzdorfer See haben sich Studenten der Technischen Universität Dresden ein Semester lang Gedanken gemacht.

Ein Plateau aus Stahl, holzbeplankt, ragt vom Restort Deutsch Ossig in den See hinein. Es liegt genau da, wo früher die Straßen des Ortes entlangführten. Dort, wo einst Häuser standen, sind deren Umrisse aus den Planken ausgeschnitten. An Stelle der ehemaligen Dorfkirche befindet sich ein moderner Glasbau mit Holzelementen – mitten im Wasser. Das noch stehende Pfarrhaus, der Mittelhof, Kastanienhof und der Oberhof sind renoviert und bieten Gaststätten, Tagungsräume, Galerien und Handwerk, ein Zentrum für Kinder und Jugendliche und Möglichkeiten, hier zu übernachten. Das Plateau selbst erinnert mit Schautafeln an die Zeit vor den Baggern im Dorf.

Auf Zeichnungen und im plastischen Modell präsentierten jetzt Dresdner Studenten ihre Arbeiten zum Thema „Berzdorfer See – Potenziale zwischen Wasser und Wald“ im Planungsverband Berzdorfer See. Besonderen Anklang fand dabei die Idee von Luise Stockmann, die sich für Deutsch Ossig eine Mischung aus der Erhaltung des alten Bestandes und neuen Elementen vorstellt. Dabei spielen Leben und Erinnern eine Rolle.

Doch auch die anderen beiden vorgestellten Varianten regten die Mitglieder des Planungsverbandes zum Nachdenken an. Sie befassten sich mit zwei neu entstehenden Orten im Norden des Sees und im Hafenbereich bzw. mit einem „Entwicklungsband“ zwischen Tauchritz und Schönau-Berzdorf. Diese neuen Lebensräume sehen die Studenten jedoch nicht als Konkurrenz zur Stadt, sondern als ergänzendes Angebot. Ihr Dozent, Klaus Bielenberg, sagt über das Ziel der Arbeiten: „Wir wollten Visionen entwickeln, die ein Bild darstellen zwischen dem, was vor dem See war, und dem, was jetzt an Aufgaben vor ihnen liegt.“

Es sei darüber nachzudenken, ob nicht einige Ideen der Studenten aufgegriffen werden sollten, sagte Oberbürgermeister Rolf Karbaum als Vorsitzender des Planungsverbandes „Berzdorfer See“. Der Verband sieht vor, die präsentierten Arbeiten sowie weitere Vorschläge im Rahmen einer Ausstellung allen Görlitzern zugänglich zu machen. Dies soll vor Beginn der Semesterferien Mitte Juli passieren. Auch eine Broschüre zu den gezeigten Studenten-Ideen sei denkbar. (se)