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Ein Plattenspieler aus Stollen

Der Ottendorfer Mühlenbäcker präsentierte diesmal eine besondere Kreation zum Stollenanschnitt. Den übernahm ein Stargast.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Ottendorf. Uta Bresan war der diesjährige Stargast des Stollenanschnittes beim Ottendorfer Stollenfestes. Und auch in diesem Jahr war wieder Hochbetrieb angesagt, als die Sängerin und Moderatorin zum Messer griff. Für sie hatten sich die Stollenbäcker etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie kreierten einen übergroßen Plattenspieler aus Stollenteig. Zum Schluss wurde er mit Schokolade überzogen. Und die Schallplatte war auch aus purer Schokolade.

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Produktionsleiter Reiner Israel ist die Freude über das gelungene Stollenfest anzusehen. Er und seine Kollegen haben sich wieder ein tolles Programm einfallen lassen, um viele Tausend Besucher zu erfreuen.
Produktionsleiter Reiner Israel ist die Freude über das gelungene Stollenfest anzusehen. Er und seine Kollegen haben sich wieder ein tolles Programm einfallen lassen, um viele Tausend Besucher zu erfreuen. © Bernd Goldammer

Eingefallen ist das der Mitarbeiterin Antonia Schreyer. Nach dem Anschnitt kam das große Würfeln und all die tollen Stücke wurden an die Gewinner verteilt. Der Erlös der Aktion kommt der Arche zugute , dem christlichen Kinder und Jugendwerk, das 1995 vom Berliner Pastor Bernd Siggelkow gegründet wurde. „Mich freut, dass bei dieser Aktion jeder Euro am Ziel der Spendenaktion ankommt“, betont die Sängerin. Das habe sie überzeugt, sich als Arche-Botschafterin zur Verfügung zu stellen. Nach Leipzig und Meißen wurde Anfang März eine dritte Anlaufstelle des christlichen Kinder- und Jugendwerkes in Sachsen eröffnet, teilte der Verein mit. Bundesweit gibt es nunmehr 26 Arche-Standorte für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Damit erreicht der Verein nach eigenen Angaben über 4 000 Kinder.

Am Nachmittag wurde der Künstlerin ein Scheck der Veranstalter übergeben. „Für mich ist das ein schöner Moment, mitzuerleben wie sich Stars für Mitmenschen einsetzen, die das Leben nicht in Watte gepackt hat“, freut sich Angelika Kraushaar, bevor sie sich wieder ins Gedränge stürzt. Auch in diesem Jahr kamen wieder Tausende Besucher in die Bäckerei an der Ottendorfer Frankenfurt. Schon morgens als Geschäftsführer Volker Beduhn das Fest zusammen mit Uta eröffnete, standen viele Gäste vor der Tür. Schon auf den ersten Blick war zu sehen, dass auch dieses Stollenfest von Gästen aus Sachsen und dem Brandenburger Land als Familientag begangen wird.

Die Anziehungskraft liegt darin, dass die Mitarbeiter der Mühlenbäckerei dieses Fest schon seit vielen Jahren sehr ideenreich vorbereiten. An diesem Fest arbeiten unterschiedliche Generationen zusammen. Mit Leidenschaft und Erfahrung geht es ihnen darum, die Menschen mit diesem Fest auf die kommende Weihnachtszeit einzustellen. Die Besucher kommen und kaufen. Überall sind Gäste mit großen Taschen zu sehen. Auch Alfred Schier aus Dresden hat einiges zu tragen. „Unser Vorrat an Dresdner Stollen vom Ottendorfer Mühlenbäcker muss durch die kommende Adventszeit hindurch bis zum Jahresanfang reichen“, sagt seine Frau. „Ich finde, dass ist in jedem Jahr ein besonderer Höhepunkt für die Region.“

Werner Junitz aus Medingen freut sich über diese Entwicklung. Der Heimatfreund aus Medingen kennt sich in der Ottendorfer Ortsgeschichte aus. Er sollte recht behalten. Auch wenn der Straßenbau an der B 97 den Gästen noch immer einige Rätsel aufgab. Die meisten Stammbesucher ließen sich davon nicht beeindrucken. Die Mühlenbäckerei ist ein traditionelles Ziel und das schon seit vielen Jahren.“ Vor allem die Kinder sind hier gern dabei“, freut sich Produktionsleiter Bäckermeister Reiner Israel. Die andauernde Begeisterung zeigt, dass seine Freude von vielen Mitarbeitern geteilt wird. Für die Kinder ist es schön, mit richtigen Bäckern Plätzchen oder Pfefferkuchen backen zu können.