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Ein Platz für Generationen

Die Umgestaltung des ehemaligen Sportplatzes in Niederau geht voran. Bald sollen auch die ersten Eigenheime stehen.

Der Mehrgenerationenplatz in Niederaus ist fertig, die ersten Häuser sollen dieses Jahr entstehen.
Der Mehrgenerationenplatz in Niederaus ist fertig, die ersten Häuser sollen dieses Jahr entstehen. © Claudia Hübschmann

Niederau. Die Gemeinde profitiert vom Zuzug und braucht Platz für neue Eigenheime. Doch der ist rar gesät in Niederau.  Und so kam die Verwaltung auf eine Idee, die nicht unumstritten war. Der rund 11.000 Quadratmeter große Sportplatz in Niederau sollte zumindest zu großen Teilen Bauplatz werden. Auf 6.500 Quadratmetern sollen  zehn neue Häuser entstehen. Außerdem will die GWG Meißen auf dem erweiterten Ring der Einheit fünf Mehrfamilienhäuser errichten, die vermietet werden sollen. Zudem soll ein Mehrgenerationenplatz entstehen. Der Platz soll Erholung für alle Altersgruppen bieten und andererseits einen Zugang zum Ring der Einheit bilden.

Die Häuser stehen noch nicht, doch der  Mehrgenerationenplatz ist jetzt praktisch fertig.  "Nächste Woche ist Bauabnahme, danach werden wir den Platz  freigeben. Aus gegebenem Anlass wird jedoch eine feierliche Eröffnung durch den Bürgermeister erst im Herbst erfolgen können.Dies bedeutet jedoch nicht, dass nach erfolgreicher Bauabnahme eine Nutzung nicht schon eher erfolgen kann", sagt der Niederauer Hauptamtsleiter Ronny Reichel.  Gefördert wurde der Bau mit Fördermitteln vom Dresdner Heidebogen.  Der Gemeinde Niederau wurden Fördergelder  in Höhe von 197.004 Euro genehmigt. Anfang Oktober vorigen Jahres wurde mit dem Bau begonnen. 

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Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

Die Fläche, auf der die Eigenheime  entstehen sollen, wird derzeit erschlossen. "Ich gehe davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten vier Häuser errichtet werden", sagt Ronny Reichel.  Bevor die Fläche überhaupt als Bauplatz genutzt werden konnte,  musste ein  Erdwall, der den  Sportplatz umgab, abgetragen werden. Der Wall wurde in  den 1930er Jahren errichtet und diente als  Abgrenzung des Sportplatzes. Damals, als in Niederau erfolgreich Feldhandball gespielt wurde, waren auf dem Erdwall auch Zuschauerränge. 

Wie Analysen ergaben, war der Erdwall stark kontaminiert. Er bestand zu großen Teilen aus Müll. Die Gemeinde hatte in den 1990er Jahren versäumt, diesen Erdwall, der als "Bürgermeisterdeponie" galt, abzubauen.  Die Kosten der Entsorgung des  rund 280 Meter langen und bis zu zwei Meter hohen Erdwalls betrugen   rund  350.000 Euro.

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