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Ein Platz zum Wohlfühlen

Familie Katzer ist vor einem Jahr ins neue Wohngebiet Am Raschaer Berg gezogen – und schon richtig heimisch geworden.

© Uwe Soeder

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Katzers haben es noch mal angepackt. Zum zweiten Mal haben sie ein Haus gebaut – kleiner als ihr erstes und diesmal alles auf einer Ebene. Nun wohnen sie seit einem Jahr in ihrem neuen Zuhause im Wohngebiet Am Raschaer Berg in Großpostwitz. Den Umzug aus dem Nachbarort Rodewitz haben sie noch keine Sekunde bereut. „Hier haben wir unsere Ruhe und nette Nachbarn“, schwärmt Holger Katzer.

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Von der Straße aus ist gar nicht gleich zu sehen, dass sich hinterm Haus noch ein Hang anschließt und der Blick vom Wohnzimmer und der Terrasse aus ins Grüne geht. „Hier baut uns keiner mehr davor“, begründet Holger Katzer, warum er sich für diesen Standort entschieden hat, auch wenn die weiter oben gelegenen Grundstücke natürlich noch eine bessere Aussicht bieten. Hier unten höre man keinen Lärm von der nahen Bundesstraße, sagt Katzer. Er schätzt aber auch den kurzen Weg nach Bautzen, so ist er schnell auf seiner Arbeit bei der Stadtverwaltung .

Gleich nachdem die Gemeinde Großpostwitz vor zwei Jahren den ersten Teil des Wohngebiets erschlossen hatte, fingen Katzers mit dem Hausbau an. Eigentlich wollten sie schon Anfang der 1990er-Jahre dort bauen. Damals waren die ersten Baupläne für das Gebiet gezeichnet worden. „Aber dann ging nichts los“, erinnert sich Katzer, der aus Wilthen stammt und mit Familie in Bautzen wohnte. Schließlich bauten sie ihr Haus in Rodewitz. Doch knapp 20 Jahre später – die vier Kinder waren ausgezogen – war es zu groß geworden. Katzers entschieden sich, es zu verkaufen und neu zu bauen.

Zunächst suchten sie in Bautzen, fanden aber kein passendes Grundstück. Erst dann besannen sie sich auf Großpostwitz. „Hier ist man uns sehr entgegen gekommen“, sagt Holger Katzer. Damit sie ihr neues Zuhause im Bungalowstil bauen konnten, passte die Gemeinde den Bebauungsplan an. Inzwischen sind noch mehr solche Häuser entstanden. Zum Wohlfühlen gehört für Holger Katzer neben dem Wunschhaus auch der Kontakt zu den Nachbarn. „Wir haben sogar schon ein Wohngebietsfest gefeiert“, sagt der 54-Jährige, der an guter Nachbarschaft besonders interessiert ist. Denn er weiß, dass es auch anders sein kann. „Worüber sich die Leute so alles streiten“, sagt er kopfschüttelnd. Seit drei Jahren versucht er als ehrenamtlicher Friedensrichter von Schirgiswalde-Kirschau so manchen Zwist zu schlichten. In Großpostwitz hat er mit seiner Frau noch während des Hausbaus die Nachbarn auf einen Glühwein eingeladen. „Wir wollten uns einfach vorstellen.“ Heute kennt er alle Bewohner und die, die gerade bauen, mit Namen. Auch Frank Christoph.

Der junge Mann baut ein Stück weiter oben, Ende April soll Richtfest sein. Mit seiner Partnerin wollte er eigentlich Katzers Haus in Rodewitz kaufen, aber dann ging es doch an einen anderen Interessenten. „Wir haben lange nach einer Immobilie gesucht“, erzählt er. Durch Katzers wurde das Paar auf den Baustandort Am Raschaer Berg aufmerksam. Im Februar war Baustart. Christoph gefällt der fantastische Blick bis ins Bergland, aber auch die günstige Lage mit guter Verkehrsanbindung. Dadurch lasse sich das Grundstück, sollte es aus irgendwelchen Gründen mal nötig sein, sicher auch gut wieder verkaufen. Für Katzers ist das kein Thema. „Uns geht’s hier gut.“ Sie wollen hier alt werden und finden es schön, dass vom jungen Paar bis zu ihrem 80-jährigen Nachbarn mehrere Generationen hier leben und man sich wie früher gegenseitig hilft.

Auch Gabriela Kirsten von der Gemeindeverwaltung freut sich, wenn sie am Raschaer Berg vorbeikommt und sieht, wie es vorangeht. Schließlich war das Gelände einst Sorgenkind der Gemeinde. Lange hatte sie auf einen Bauträger gehofft, der sich um die Erschließung kümmert. Vergeblich. Dann packte sie es selbst an. Von den ersten 20 Grundstücken sind inzwischen 13 verkauft. Weitere zehn Bauflächen sind noch zu erschließen. Das restliche Stück Straße bauen und die nötigen Leitungen verlegen – eventuell passiert das noch dieses Jahr. Damit noch mehr hier heimisch werden können.

Die Grundstücke sind etwa zwischen 600 und 1 000 Quadratmeter groß. Der Preis liegt bei 35 Euro pro Quadratmeter. Weitere Infos unter 035938 58836, [email protected]