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Ein Radebeuler für Freital

Dieter Vodak geht als Vorstand der Gewo in den Ruhestand. 50 Bewerber gab es auf die Stelle. Ein Bauprofi machte das Rennen.

Von Matthias Weigel

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Großer Badespaß in Freitals Freibädern 

Nach vielen Renovierungsarbeiten ist die Badesaison in den Freibädern "Windi" und "Zacke" in vollem Gange. 

Wechsel an der Spitze der Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo: Zu Jahresbeginn hat Robert Vetter den bisherigen technischen Vorstand Dieter Vodak abgelöst. Vetter war bereits seit Juni bei der Gewo tätig, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Die Gewo hat rund 2 400 Wohnungen in Freital, Rabenau, Wilsdruff und Bannewitz. Kaufmännischer Vorstand ist seit 3,5 Jahren Friederike Ebert, die damals Sonja Schmidt ablöste.

Zur Gewo gekommen ist Vetter über eine Stellenanzeige in der SZ. „Ich wollte mich sowieso beruflich verändern“, sagt der 35-jährige Radebeuler, der verheiratet ist und eine Tochter hat. Genau der Familie wegen suchte er etwas in der Region, als ständig auswärts zu arbeiten. Sechs Jahre war er für eine Fassadenbaufirma als Projektleiter deutschlandweit im Einsatz. Das Metier Bau hatte es ihm bereits seit der Jugend angetan. Er lernte Zimmermann, war vier Jahre lang auf Wanderschaft, machte die Meisterschule und studierte Hochbau mit Schwerpunkt Bausanierung und Denkmalpflege. Erfahrungen, die ihm für seinen neuen Job auf alle Fälle zugute kommen.

50 Bewerber hatte es insgesamt auf die lukrative Stelle bei der Gewo gegeben. Vetter kam nach seiner Bewerbung in die engere Auswahl, entschied das Rennen schließlich für sich. „Ich kannte die Gewo vorher zwar nicht, aber in den sieben Monaten konnte ich mir ein umfangreiches Bild verschaffen“, sagt Vetter. Er sei beeindruckt von dem, was hier über die vielen Jahre bewegt und geleistet worden ist. Die Gewo ist ein gut bestelltes Feld: Nahezu schuldenfrei kann sie in Neubauten investieren und Mietern eine Rückvergütung zahlen, hat kaum Leerstand und die Bestände sind gut in Schuss, die Mieten moderat. Eine gute Basis für die Arbeit.

Damit das auch so bleibt, ist aber genug zu tun. Er freue sich auf die neue Aufgabe und werde sich der breiten Aufgabenpalette stellen, sagt Vetter. „Ich denke, es wird gut funktionieren, und er hat ja auch noch ein Hinterland und notfalls meine Telefonnummer“, sagt Alt-Vorstand Vodak.

Er kam im Oktober 1998 zur Gewo. „Es war eine intensive Zeit mit einer Vielzahl von Aufgaben: laufende Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung außen wie innen, Balkonanbau und 1999/2000 dann der erste Neubau in Wilsdruff an der Töpfergasse“, sagt er rückblickend. Es folgten drei weitere Projekte in Freital und Wilsdruff.

Ein Vorhaben in Pesterwitz steht kurz vor dem Beginn. Aber auch der komplizierte Abriss in Zauckerode oder die Trennung von Häusern in Klingenberg, Dorfhain und Colmnitz gehörten dazu. „Das war der demografischen Entwicklung der Zeit und der Wirtschaftlichkeit geschuldet, aber im Rückblick war es die richtige Entscheidung“, sagt Vodak im Blick auf die solide Lage der Genossenschaft, die 2014 ihren 60. Geburtstag feierte.

„Und das ist nicht von allein passiert, sondern aus den Entscheidungen, die Vorstand, Vertreterversammlung und Aufsichtsrat gemeinsam getroffen haben und die dann auch konsequent umgesetzt worden sind. Wir haben vieles erreichen können, immer im Interesse der Genossenschaft“, sagt Vodak.

Für ihn steht nun mit 63 der Ruhestand an. Viel Zeit ab sofort für die Kinder und Enkel und für Hobbys wie dem Motorrad. Ein Grund zur Freude. Aber ein bisschen Wehmut schwingt natürlich schon mit, sagt Vodak. Er sei gern auf Arbeit gegangen.

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