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Ein Schnupperbesuch

Austauschprojekt. Jüngst waren zehn Studenten der „Northern Arizona University“ (USA) zu Gast an der Hochschule Zittau/Görlitz.

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Von Jan Lange

Eigentlich befindet sich Karl Doerry schon im Ruhestand. Doch am Ende ließ er sich wieder „breitschlagen“, die zehn amerikanischen Studenten auf ihrer fast zweiwöchigen Europatour zu begleiten. „Es geht darum, ihnen ein Studium in Deutschland schmackhaft zu machen“, erklärt der Mitarbeiter der „Northern Arizona University“ das Hauptanliegen der Reise. Nach seinen Worten entscheidet sich jeder Dritte von ihnen danach auch für ein solches Studium. In seinen Augen eine gute Quote. „Viele amerikanische Studenten merken erst langsam, dass ein Schnuppern im Ausland gut ist“, so Doerry.

An die Anfänge des Studentenaustausches kann sich der gebürtige Deutsche, der 1962 selbst Austauschstudent war und seit 1966 permanent in den USA lebt, noch gut erinnern. „Damals hatte ich eine Studentin, die wegen ihres Dresdner Freundes gern in Deutschland studieren wollte“, erzählt Doerry. „Aber ihr Deutsch war nicht so gut, um in der Elbestadt ein Studium zu beginnen. Deshalb habe ich in Zittau angefragt, wo sie angenommen wurde“, ergänzt er. Der Anfang einer seit nun mehr neun Jahren dauernden Partnerschaft mit der im Südwesten der USA liegenden Universität, bei der das Hauptziel der Austausch von Studenten ist. Im kommenden Herbst fliegt wieder eine Gruppe deutscher Studenten – darunter auch zwei bis drei Zittauer – in die Vereinigten Staaten. „Da es nur eine geringe finanzielle Unterstützung gibt, sind nur wenige Studenten von der hiesigen Hochschule dabei“, berichtet Stefan Kühne, Dezernent für Akademische Verwaltung der Zittauer Hochschule.