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Ein Schritt in die richtige Richtung

Ingo Kramer über neue Wege zum Erhalt von Denkmalen

Symbolbild
Symbolbild © Montage: SZ-Bildstelle

Der Freistaat ist gut vorbereitet in die Gespräche mit dem Görlitzer Rathaus gegangen, das betont Bürgermeister Michael Wieler ganz deutlich. Und was noch wichtiger ist: Der Freistaat präsentiert drei konkrete Möglichkeiten, wie künftig denkmalgeschützte Häuser in Städten wie Görlitz gerettet werden können. Das ist der richtige Ansatz, schließlich ist beim Freistaat dank sprudelnder Steuereinnahmen genug Geld da. Die Stadt Görlitz hingegen ist ohne Hilfe von außen überfordert mit dem Erhalt der leerstehenden Bausubstanz. Und Abriss ist keine Alternative, denn die geschlossenen Häuserzeilen sind eines der wichtigsten architektonischen Pfunde, mit denen die Stadt buhlen kann. Die Häuserzeilen dürfen nicht zerlöchert werden wie ein Schweizer Käse.

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Und doch sind die drei jetzt angebotenen Möglichkeiten nur ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht die Lösung aller Probleme. Denn: Wenn etwa 50 Gebäude in einem kritischen Zustand sind und mit dem Instandsetzungsgebot drei bis fünf pro Jahr gerettet werden können, dann dauert es zehn, 15 Jahre, bis alle geschafft sind. Bis dahin wird der Zustand der Häuser aber nicht besser. Für manche könnte es längst zu spät sein, wenn sie mal an der Reihe sind. Hinzu kommt, dass weitere 100 Häuser in einem schwierigen, wenn auch noch nicht kritischen Zustand sind. Auch sie werden immer maroder, wenn nichts passiert. Sie rutschen also nach in die Liste der kritischen Häuser. Diese wird folglich nicht kürzer. Insofern braucht es wohl noch mehr Geld, damit es schneller geht.

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