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Ein Sextett steigt in die Bundesliga auf

Die erste Männermannschaft der Billardkegler von NSV Gelb-Weiß Görlitz schaffte voriges Jahr ein Husarenstück. Klaus Dieter Herkert, Kurt Meyer, Mario Kiesow, Roland Böttcher, Norbert Lichtblau und Peter...

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Von Frank Fischer

Die erste Männermannschaft der Billardkegler von NSV Gelb-Weiß Görlitz schaffte voriges Jahr ein Husarenstück. Klaus Dieter Herkert, Kurt Meyer, Mario Kiesow, Roland Böttcher, Norbert Lichtblau und Peter Schlieben konnten nach einer packenden Saison von der Verbandsliga in die Bundesliga und damit in die höchste Spielklasse dieser Sportart aufsteigen. Mannschaftskapitän Klaus Dieter Herkert spricht vom größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte. „Wir verdanken den Aufstieg unserer geschlossenen Teamleistung“, sagt der Mannschaftkapitän.

Nach der ersten Halbserie der Saison 2003/2004 lag der NSV auf dem zweiten Platz der Tabelle, und alle Spieler wollten den Aufstieg in die höchste Spielklasse schaffen. Die Entscheidung fiel drei Spieltage vor Saisonende. „Wir empfingen den Tabellenführer aus Leukersdorf und konnten uns nur mit einem Sieg an die Tabellenspitze setzen und damit für eine Vorentscheidung sorgen“, erzählt Klaus Dieter Herkert. Vor einer Rekordkulisse wurde es das erwartet spannende Heimspiel, bei dem der Gastgeber durch einen furiosen Schlussspurt am Ende noch deutlich gewinnen konnte. Wenn diese Bundesliga der Billardkegler auch nur in Brandenburg und Sachsen ausgespielt wird, so war dieser Erfolg mehr als nur eine Randnotiz wert.

Mit Beginn der Saison 2004/2005 im September hängen die Trauben für die Gelb-Weißen nun wesentlich höher. Gegen sieben Mannschaften kann das Saisonziel für den Aufsteiger nur Klassenerhalt heißen. Bisher sind zehn Ansetzungen gespielt, und nicht alle Hoffnungen haben sich erfüllt. Vier Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, was den sechsten Tabellenplatz bedeutet. Da der siebente und achte Platz den Abstieg bedeutet, müssen die Görlitzer noch um den Klassenerhalt bangen. „Deshalb wird dieses Wochenende für uns schon zur Stunde der Wahrheit“, erklärt der Mannschaftskapitän. Görlitz empfängt Bohrsdorf und Spremberg und darf sich keine Niederlage erlauben, um das Saisonziel vielleicht schon vorzeitig zu sichern. Bis auf Norbert Lichtblau spielen die anderen Mannschaftsmitglieder schon seit zehn Jahren zusammen und vertrauen auf ihren Teamgeist, der zum Klassenerhalt helfen soll. Die Sportler sind sich einig – sie gewinnen und verlieren auch zusammen. Die schmucken Vereinsräume bieten nicht nur optimale Trainingsbedingungen von Montag bis Freitag. Hier sind auch noch Möglichkeiten für das gesellige Beisammensein zu feierlichen Anlässen und gemütlichen Bierrunden mit dem Skatblatt in der Hand.