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Ein Stück Ost-Geschichte für 5000 Euro

24 Jahre lang wird er nicht mehr gebaut – populär ist der Trabant immer noch. Die SZ hat einige Fakten zum DDR-Aushängeschild zusammengetragen.

Von wegen Rennpappe

Der erste Trabant des Modells P 50 lief 1957 in Zwickau vom Band. Bis zu seiner Schließung am 30. April 1991 produzierte das Motorenwerk in Zwickau mehr als 3 Millionen Fahrzeuge. Anders als böse Zungen behaupten ist seine Außenhaut übrigens nicht aus Pappe, sondern aus dem harzgetränkten Baumwollgewebe Duroplast. Der Spitzname „Duroplastbomber“ kommt der Wahrheit also ein ganzes Stück näher als die Bezeichnung „Rennpappe“.

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Kostenpunkt: bis zu 5000 Euro

Wer heute einen Trabant sucht, wird schon mit ein paar Mausklicks fündig. Mehr als 120 Fahrzeuge der Marke listet der Online-Anbieter Autoscout24 derzeit bundesweit auf, die Preise schwanken zwischen 400 und 5000 Euro. „Mehr als 500 Euro würde ich aber nur in Ausnahmefällen ausgeben“, sagt Horst Bennewitz vom Motorsportverein Glaubitz. Da müsse der Wagen schon in einem Topzustand sein.

Kraftstoff zum Selbermischen

Der Zweitaktmotor des Trabants verfügt über keine zusätzliche Fremdschmierung. Getankt wird deshalb ein Zweitaktgemisch im Verhältnis von 1:33 bis 1:50. Das gibt es laut Horst Bennewitz beispielsweise an der Aral-Tankstelle in Zeithain. „Ansonsten gibt es an den Tankstellen immer noch Zweitaktöl zum Selbermischen.“ Mit ein wenig Rechenarbeit sei das kein Problem. In welchem Verhältnis Öl und Kraftstoff getankt werden sollen, hängt laut Bennewitz auch davon ab, wie oft man fährt. „Wer den Trabi länger stehen lässt, der sollte lieber etwas mehr Öl nehmen, damit der Motor nicht fest geht.“

Ersatzteile gibt es im Netz

Verglichen mit heutigen PKW’s ist der Trabant leicht zu warten. Auch an fehlende Ersatzteile kommen die Halter noch relativ einfach heran. Im Internet bietet zum Beispiel LDM-Tuning.com eine breite Auswahl von Teilen auch für andere Ost-Fabrikate an. Anleitungen zum Basteln finden sich unter Trabitechnik.com. „Einzelne Teile werden auch in Tschechien noch immer verkauft“, sagt Horst Bennewitz.

Deutschlandweite Pannenhilfe

Wer selbst mit der Reparatur nicht weiterkommt, der ist auf Hilfe angewiesen. Die ist nach Ansicht von Trabifan Bennewitz im Landkreis nicht allzu schwer zu finden, wenn man sich auskennt und ein bisschen sucht. Denn viele ältere KFZ-Mechaniker hätten noch Erfahrung mit den alten Teilen. Und wer einmal ohne passendes Ersatzteil in der Pampa gestrandet ist, der kann sich unter 0175 7171170 an die deutschlandweite Ifa-Pannenhilfe wenden.

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