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Ein Stück USA an der Neiße?

über Bürgerwehren gegen Diebstähle

Katja Schlenker

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Die Rothenburger machen mobil. So sieht es auf den ersten Blick aus. Das Wort Bürgerwehr hat ja auch einen rabiaten Beigeschmack. Die Gedanken schweifen da schnell in die USA, wo jeder Bürger eine Waffe besitzen und sich damit auch verteidigen darf. Oft wird in den Medien darüber berichtet, dass wieder ein US-Amerikaner erschossen worden ist. Quasi aus Versehen, weil sich ein anderer bedroht gefühlt und vorsichtshalber mal losgeschossen hat.

Auch wenn das Waffenklischee der USA nicht überbewertet werden darf und die meisten Besucher das Land und seine Einwohner ganz anders erleben als in den Medien beschrieben, dürfen solche Zustände nicht in Deutschland einkehren. Doch ganz so rabiat gehen die Rothenburger zum Glück auch nicht vor. Ganz klar erklären die Organisatoren der Gruppe, dass es bei ihnen ohne Gewalt geht.

Jede Nacht fahren sie durch die Straßen Rothenburgs und der Umgebung und bewachen ihren Ort, weil die Polizei nicht überall gleichzeitig sein kann. Wenn sie etwas Merkwürdiges sehen, melden sie das der Polizei. Außerdem lassen sie sich von den Beamten beraten. Das ist der richtige Weg. Und für diesen Einsatz für ihren Heimatort haben sie Respekt verdient.

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