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Erste Ergebnisse nach Unfall auf A 4

Nach einem schweren Unfall auf der A 4 ermittelt die Polizei jetzt wegen fahrlässiger Tötung. Auch der Fahrer des Mercedes steht inzwischen fest.

Im Moment ist noch nicht einmal klar, wer am Steuer des Mercedes gesessen hat. Das Auto ist am Sonntagmorgen auf der A4 bei Großschirma von der Straße abgekommen. Für einen der vier Insassen kam jede Hilfe zu spät.
Im Moment ist noch nicht einmal klar, wer am Steuer des Mercedes gesessen hat. Das Auto ist am Sonntagmorgen auf der A4 bei Großschirma von der Straße abgekommen. Für einen der vier Insassen kam jede Hilfe zu spät. © Harry Härtel

Striegistal.  Zu einem schweren Unfall sind Rettungskräfte am Sonntagmorgen gegen 3.50 Uhr auf die Autobahn 4 in Fahrtrichtung Chemnitz gerufen worden. Ungefähr am Kilometer 42, das ist zwischen Siebenlehn und Berbersdorf,  bot sich den Helfern ein schreckliches Bild.

Wie Jana Ulbricht, die Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz, mittlerweile bestätigt, ist der verunglückte Pkw Mercedes in Richtung Chemnitz unterwegs gewesen, als sich in Höhe Großschirma der Unfall ereignete.  "Dort kam das Fahrzeug nach bisherigem Kenntnisstand wegen eines Reifenschadens nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Leitplanke sowie einem Baum", schildert Jana Ulbricht.

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Für 22-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät

Ihren Angaben zufolge gelang es den Helfern, eine 20 Jahre alte Frau sowie zwei Männer im Alter von 27 und 30 Jahren aus dem Unfallwagen zu befreien und zu retten. Diese seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. 

© Foto: Harry Härtel
© Foto: Harry Härtel
© Foto: Harry Härtel

Ein weiterer Mann (22) hat sich nach Angaben der Polizei so schwere Verletzungen zugezogen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten mussten rechter und mittlerer Fahrstreifen gesperrt werden. Der Verkehr konnte auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Mehr als 60.000 Euro Schaden

Inzwischen ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. Auch sei inzwischen klar, dass der 30-Jährige am Steuer des Fahrzeugs saß,  sagt die Polizeisprecherin. 

Die Beamten haben noch während der Aufnahmen vor Ort einen Gutachter hinzugezogen und den Mercedes sichergestellt  - angeblich  einer mit 600 PS. Das kann  Jana Ulbricht so nicht bestätigen. "Aber es war tatsächlich ein hochmotorisiertes Fahrzeug", sagt sie auf Nachfrage. 

Das erklärt wahrscheinlich auch den hohen Sachschaden. Der beträgt laut Polizei nach ersten Einschätzungen insgesamt rund 63.000 Euro. 

Wer hat den Unfall beobachtet?

Um den Unfallhergang rekonstruieren zu können, bittet die Polizei Zeugen um Hilfe. Wer den Unfall beobachtet hat, wird gebeten, sich mit dem Autobahnpolizeirevier in Chemnitz, Tel. 0371 97400, in Verbindung zu setzen. (hahä/sig)

Dieser Beitrag wurde am 16. August um 12.45 Uhr aktualisiert.

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