merken
PLUS Döbeln

Ein Trau(m)ort für Romantiker

Am Sonnabend hat Standesbeamtin Margret Hampicke das erste Paar in der Gutskapelle des Klosters getraut.

Bei der ersten standesamtlichen Trauung in der Gutskapelle gaben sich am Sonnabend Thomas Schröder und Katja Böhme aus Hartha das Ja-Wort. Mit dabei war auch Schröders achtjährige Tochter Alina.
Bei der ersten standesamtlichen Trauung in der Gutskapelle gaben sich am Sonnabend Thomas Schröder und Katja Böhme aus Hartha das Ja-Wort. Mit dabei war auch Schröders achtjährige Tochter Alina. © Dietmar Thomas

Leisnig/Klosterbuch. Schon seit 2006 geben sich in der Gutskapelle des Klosters Buch Paare vor evangelischen Pfarrern das Ja-Wort. Trotzdem hat es dort erst jetzt die erste richtige, weil standesamtliche Trauung gegeben. Dafür müssen einige Voraussetzungen gegeben, die Kapelle als offizieller Trauort anerkannt und ausgewiesen sein. Bisher konnten die Standesbeamtinnen im Leisniger Rathaus sowie auf Burg Mildenstein Ehen schließen. Nun kommt die Gutskapelle hinzu.

„Diesen Wunsch gab es von Heiratswilligen schon viele Jahre“, sagt Sabine Patzelt, die beim Förderverein Kloster Buch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Daher seien auch gleich, nachdem im Frühjahr darüber berichtet worden ist, dass die Kapelle nun tatsächlich für Trauungen genutzt werden soll, eine Reihe von Anfragen eingegangen.

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Die nächsten Eheschließungstermine in der Kapelle wird es dennoch voraussichtlich erst 2020 geben. Das hat mehrere Gründe: Zunächst muss der Termin in den lange feststehenden Veranstaltungskalender des Klosters passen. An Bauernmarkttagen oder während des Erntedankfestes können keine Trauungen auf dem Klostergelände stattfinden. „Möglich sind Termine auch nur von Mai bis Oktober, weil der Raum nicht heizbar ist“, so Sabine Patzelt.

Wichtig ist außerdem: Die regulär zwei Standesbeamtinnen müssen noch Luft im Kalender haben, was bei nun immerhin drei Orten, an denen eine Eheschließung möglich ist, eine Frage von Personal und Logistik ist, wobei ein Hin- und Herreisen der Beamtinnen nicht vorgesehen ist. „Dieses Jahr sind viele Trautermine schon vergeben“, sagt Bauamtsleiter Thomas Schröder. Er und seine Frau Katja Böhme sind am Sonnabend übrigens die Ersten gewesen, die sich in der Gutskapelle des Klosters das Ja-Wort gegeben haben.

Weshalb gerade dort? Darüber muss Thomas Schröder nicht lange nachdenken. Seine Frau habe sich nicht nur in ihn, sondern sofort auch in das idyllisch an der Mulde gelegene Kloster verliebt. Das findet Schröder nicht verwunderlich. Seine Frau stammt aus Mulda. Durch diesen Ort fließt die Freiberger Mulde ebenfalls. Kennengelernt hatte sich das Paar durch Freunde. Es wohnt indes gemeinsam in Hartha, wo Thomas Schröder aufgewachsen ist.

Wer sich über das Heiraten in der Kapelle des Klosters informieren möchte, kann sich an das Standesamt Leisnig oder den Förderverein Kloster Buch wenden.

Mehr zum Thema Döbeln