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Ein Umgebindehaus in Cunewalde und eins in Lipova werden saniert

Der Holzhaus-Verein aus Bautzen startet mit Partnern aus Deutschland und Tschechien ein Projekt zum Erhalt von Gebäuden.

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Von Katja Schäfer

Ein neues Projekt zur Bewahrung der Umgebindehäuser startet jetzt der Verein Holzhaus Bautzen gemeinsam mit zwei deutschen und zwei tschechischen Partnern. Ziel ist es, ein grenzüberschreitendes Netzwerk zu knüpfen. „Wir konzentrieren uns dabei auf Planer, Architekten, Baufirmen, wollen Partner direkt vor Ort finden“, sagt Günter Hanke vom Holzhaus-Verein. Ziel ist es, dass möglichst viele Umgebindehäuser nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert werden, dass zum Beispiel keine Kunststofffenster oder kein Bauschaum Verwendung finden. Die typischen Merkmale der Gebäude sollen erhalten bleiben, die Häuser aber heutigen Nutzungsansprüchen gerecht werden.

Lizenzen für Fachleute

Vorgesehen ist die Festlegung von einheitlichen Handlungsmaßstäben und Qualitätsanforderungen. An Planer und Firmen, die danach arbeiten, sollen Lizenzen vergeben werden. „So wissen Eigentümer von Umgebindehäusern gleich, dass diese Partner ihr Handwerk verstehen“, erläutert Günter Hanke. Weiterhin ist geplant, dass Beratungsstellen eingerichtet, Workshops – zum Beispiel zu Lehmbau oder Verschieferung – und Expertenrunden veranstaltet werden. Auch auf Messen wollen Günter Hanke und seine Mitstreiter präsent sein, unter anderem auf der Baumesse in Prag.

Um am konkreten Beispiel zu zeigen, was möglich ist, werden zwei Umgebindehäuser in Deutschland und Tschechien parallel saniert. Eins steht in Cunewalde am Kirchweg2, das andere in Lipova (Hainspach). Beiden gemeinsam ist der schlimme Ausgangszustand und die für die Zukunft geplante öffentliche Nutzung. Das Cunewalder Gebäude soll zum Umgebinde-Informationszentrum werden, das tschechische unter anderem eine Beratungsstelle und eine Umwelt-Bibliothek beherbergen.

Beim Bau live dabei

„Während der gesamten Bauphase können Leute zur Besichtigung kommen. Auch per Webcam sollen Interessenten das Geschehen verfolgen können“, kündigt Günter Hanke an. Der Projektmanager vom Holzhaus-Verein ist zuversichtlich, dass die Sanierungsarbeiten und das Projekt überhaupt im Juli dieses Jahres endlich starten können. Die Vorbereitungen haben immerhin ganze vier Jahre gedauert. Gefördert wird das Projekt, das bis Ende 2012 läuft, aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung. Auf ein Wort