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Ein unschlagbares Angebot

Im Schwerter-Schankhaus probiert der SZ-Tester Haxe – und hat kaum was zu meckern.

Der Hunger treibt mich auf die Suche nach einem guten Mittagsangebot, und da stolpere ich doch über das Angebotsschild des Schwerter Schankhauses am Markt, auf dem steht: Mittwoch ist Haxentag. Eine Schweinshaxe, Knödel, Sauerkraut und 0,3 Liter Bier Ihrer Wahl: 9.90 Euro. Das klingt verlockend.

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Ich betrete also die gemütlich eingerichtete Schankstube, die mit ihren zwei Räumen 60 Personen Platz bietet. Die Wände sind mit Holz verkleidet, die Decken mit dezenten Dekormalereien verziert, am wuchtigen Kachelofen befindet sich noch die Ofenbank. Das gefällt mir. Allerdings ist der Kachelofen unbeheizt – sonst hätte er den Reiz und die allgemeine Wärme im Raum erhöht. Ich brauche nicht lange zu warten, da kommt eine in Tracht gekleidete, freundliche Bedienung. Ich bestelle also das Mittagsangebot.

Die Wartezeit vertreibe ich mir mit dem Blick auf den in der Sonne liegenden Marktplatz samt Rathaus und dem Studium der aushängenden Tageszeitungen. Es dauert seine Zeit. Ich bin gerade beim Sportteil angelangt, da kommt mein Essen. Auf einem großen Teller befinden sich zwei Kartoffelklöße, eine große Portion Speck-Sauerkraut, Krautsalat als Beilage und eine recht ordentliche Haxe in knuspriger Haut auf dunkler, sämiger Soße. In einem Schälchen reicht man dazu mittelscharfen Senf und Meerrettich.

Das Sauerkraut ist genau richtig gekocht. Bis auf die notwendige Restsäure gewässert, mit Katenspeckstückchen unterzogen und dem leichten Geschmack nach Lorbeerblatt schmeckt es vorzüglich. Die Haxe ist ebenso zu loben. Das Fleisch ist zart, ausgewogen gesalzen und gepfeffert, kaum Fett, so dass auch die knusprige Schwarte zu genießen ist.

Einzig die Klöße tanzen etwas aus der Reihe. Sie schmecken gut, jedoch ist das in der Mitte befindliche Weißbrot weich und schwammig, was als Indiz zu werten ist, dass sie sich länger als notwendig im Wasser aufgehalten haben. Dazu ein süffiges Pils. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist kaum zu schlagen. Bleibt zu hoffen, dass das nicht nur auf die touristenarme Winterzeit zurückzuführen ist. Wer auf die Karte zugreifen will, findet eine Auswahl sächsischer Gerichte, wie Sächsische Kartoffelsuppe oder Meißner Bierbratwurstring – zu allerdings deutlich höheren Preisen.

Schwerter-Schankhaus Meißen, Markt 6, geöffnet täglich ab 11 Uhr. www.schwerterschankhaus.de

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