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Ein Verein wie eine Familie

Der Ortsverein der Awo feiert sein 25-jähriges Bestehen. Er bietet Abwechslung und Unterstützung im Alltag.

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Von Helene Krause

Etwa 80 Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Döbeln sind ins Kloster Buch gekommen. Im ehemaligen Kuhstall feiern sie mit einem Familienfest das 25-jährige Bestehen des Ortsvereins. Nach den begrüßenden Worten durch den Vereinsvorsitzenden der Region Döbeln Frank Götzel sorgen DJ Bernd Ulrich (DJ Ulli) und der Komiker Roy Reinker für Musik und Spaß. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen und später ein Abendessen.

Noch zu DDR-Zeiten haben Christian Richter und Simone Kroll die Awo Westsachsen gegründet. Dazu nahmen sie Verbindung zur Awo Dortmund auf. Im Haus der Demokratie in Leipzig gab es Zusammenkünfte. Richter und Kroll ergriffen die Initiative und gründeten die Awo im Landkreis Döbeln. Gleich als Erstes wurde die Kinderkrippe in Masten mit allen Beschäftigten übernommen. Ebenso übernahmen sie die Gemeindeschwestern. Eine Sozialstation wurde gegründet. Und es gab das Essen auf Rädern. 1993 verband sich der Ortsverein Döbeln mit dem von Grimma. Bis heute existiert dieser Verbund. So entwickelte sich auch der Ortsverein Döbeln wie eine große Familie. „Ziel ist es, dass die Awo für alle da ist“, sagt Frank Götzel, der 2009 den Ortsverein, in dem die ehrenamtlichen Mitglieder tätig sind, übernahm.

„Die Arbeiterwohlfahrt betreut Kranke und Leute, die es schwer haben“, sagt Frank Götzel. So werden Rechtsberatungen durchgeführt. Den Leuten wird beim Ausfüllen von Anträgen bei Inkassoverfahren und Vermietern geholfen. Reine Reise- und Wandergruppe, geleitet von Hans Wobst, nimmt sich derer an, die sich keinen Urlaub leisten können. Für diese Leute werden Reisen zu günstigen Konditionen oder Eintagesausflüge veranstaltet.

Bei der Awo beschäftigt ist Albert Stritzke aus Döbeln. „Ich fahre die Leute in die Tagespflege“, sagt er. Auf die Feier freut er sich. „Man ist in guter Gesellschaft.“ Mitglied der Awo ist Inge Peter. Sie wohnt ebenfalls in Döbeln. Die vielfältigen Veranstaltungen gefallen ihr. So geht sie zu Buchlesungen, zum Kaffee trinken, zum Sport und zum Spielnachmittag der Awo. „Ich freue mich schon immer auf die Veranstaltungen“, sagt sie. Urkunden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft bei der Awo erhalten Christian Richter, Simone Kroll und Viola und Ralf Schwerter. Für besonders aktive Arbeit werden Monika Acosta, Hans Wobst und Carsten Peter geehrt.