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Ein Warte-Wurm für Kreative am Mulderadweg

Zwei Familien aus Großbauchlitz hatten die ersten Steine hingelegt. Die waren aber ganz schnell verschwunden.

Warten auf bessere Zeiten – solange kann der Wurm aus Steinen am Mulderadweg weiter wachsen.
Warten auf bessere Zeiten – solange kann der Wurm aus Steinen am Mulderadweg weiter wachsen. © Jens Hoyer

Döbeln. Eine Reihe bunt bemalter Steine liegen am Mulderadweg zwischen Großbauchlitz und Technitz. An die 80 Stück sind dort aufgereiht. Als Marienkäfer oder Fliegenpilz bemalt, mit Namen versehen oder Sprüchen verziert. „Freedom“ steht auf einem, „Der Herr behüte dich“ und „Schützt unsere Grundrechte“ auf anderen. 

Kristin Wätzig, die mit ihrer Familie in Großbauchlitz lebt, hatte die ersten Steine hingelegt. Diese Warte-Würmer oder Steinschlangen entstehen in Corona-Zeiten an vielen Orten. „Meine Schwägerin aus der Pfalz hatte mit davon erzählt“, sagte sie. Mit ihrer Nachbarin und den Kindern wurden die ersten Steine gestaltet. „Die ersten, die wir hingelegt hatten, waren am nächsten Tag verschwunden.“ Jetzt hängt ein Zettel daneben, der die Aktion erklärt. 

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Seitdem haben viele Menschen Steine dazugelegt. „Ich denke, das uns das ein bisschen durch diese Zeit hilft, wenn die Leute mal etwas Schönes und Positives sehen und ihre Wünsche aufschreiben können. Und die Kinder haben auch Beschäftigung“, sagte Kristin Wätzig, die derzeit von zu Hause aus arbeitet und ihre beiden Kinder betreut.

Der Mulderadweg sei ihre „Haustrecke“. Wir sind dort oft mit den Fahrrädern und zu Fuß unterwegs“, erzählte die Großbauchlitzerin. Die Stelle sei bewusst gewählt, weil im Wald kein Gras am Weg wächst. „Ich hoffe, dass unsere Schlange niemanden stört.“

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