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Ein Welpe für das Royal Baby?

Nachdem es zur Hochzeit von Kate und William nicht klappte, will ein Sebnitzer Züchter nun den kleinen Prinzen beglücken.

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© Steffen Unger

Von Marit Behner

Die Geburt des ersten Kindes von Prinz William und seiner Frau Kate versetzte vor wenigen Tagen ganz Großbritannien in Euphorie. Überall auf der Welt hatten Menschen wochenlang auf die Geburt des Kindes gewartet, das in der Thronfolge nun den dritten Platz hinter Prinz Charles und Prinz William einnimmt.

Vergleichsweise unspektakulär war hingegen eine Geburt in Sebnitz. Es war ein Wurf Bolonka-Zwetna-Welpen. Trotz der edlen Abstammung der „bunten Schoßhündchen“, wie ihr Name übersetzt heißt, warteten keine Menschenmassen vor den Toren der Pension im Sebnitztal, wo vor sieben Wochen die Welpen geboren wurden. Dennoch könnten es gerade diese Hündchen im britischen Adel weit bringen, denn Züchter Burkhard Strohbach will der königlichen Familie einen der süßen Welpen als Geschenk für ihren neugeborenen Sohn anbieten.

Es ist nicht das erste Mal, dass der mehrfach ausgezeichnete Hundezüchter dem britischen Königshaus eines seiner „farbigen Schoßhündchen“ als Geschenk anbietet. Anlässlich der Hochzeit von William und Kate 2011 schrieb er schon einmal an die Queen. Damals gab sich ihre Hoheit „very amused“ über die Geschenkidee. Allerdings steckte das Königshaus damals mitten in den Hochzeitsvorbereitungen – ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine Hundeübernahme. „Eine endgültige Absage war das damals allerdings nicht“, erinnert sich Burkhard Strohbach, der Züchter der niedlichen Rassehunde. „Das Königshaus war von der Idee eigentlich ganz begeistert und bat mich, erneut Kontakt aufzunehmen.“ Die Geburt des kleinen Thronfolgers sei nun der perfekte Anlass für einen neuen Vorstoß.

Ein konkretes Schreiben hat Burkhard Strohbach noch nicht fertig. Er formuliert seinen Brief sowieso erst einmal in Deutsch und schickt ihn dann nach England zum fachgerechten Übersetzen. Schließlich muss ein solches Angebot an die königliche Familie perfekt sein. Auch die Welpen machen inzwischen viel her. Nach sieben Wochen wird ihr schwarzes Fell mit weißem Latz langsam länger und flauschiger. „Jetzt werden die Hündchen kuschlig und sehen niedlich aus“, meint Strohbach, der seinem Brief auch wieder Bilder der zur Verfügung stehenden Welpen beilegen wird.

Sollte das englische Königshaus auf den Hund kommen und einen Sebnitzer Welpen adoptieren, dann hofft Burkhard Strohbach vor allem, dass der Welpe ein königliches Leben hat. Traditionsgemäß sind die aus Russland stammenden Bolonka-Hündchen die Schoßtiere der Reichen und Schönen und würden daher perfekt zur königlichen Familie passen.

Selbst wenn der neugeborene Thronfolger eine Hundehaarallergie entwickeln sollte, wäre ein Bolonka-Hündchen ein idealer Spielgefährte, denn Bolonkas haaren sich nicht und sind als besonders treu und pflegeleicht bekannt. Auch die Namensfrage wurde bei den Welpen etwas einfacher gelöst als bei dem britischen Thronfolger. Während der kleine Prinz nun auf den Namen George Alexander Louis hören wird, sind die Namen der Welpen zwar kürzer, aber nicht weniger von Bedeutung. William und Kate können für ihr Söhnchen zwischen den Hundekindern Igor, Idefix, Iffi, Irmi oder Isa wählen. Den Adelstitel „vom Sebnitztal“ wird jedes der Hündchen tragen.