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Ein Zeichen an die Politik

über die Ergebnisse der Hochwasser-Studie

Anja Beutler

Auf den ersten Blick macht das Ergebnis stutzen: Wer an einem großen Fluss lebt, hat weniger Angst vor Hochwasser als die Menschen an den kleineren Flussläufen. Mit den Bildern des verheerenden Neiße-Hochwassers und auch der Elbe-Fluten der vergangenen Jahre vor Augen, mag dies seltsam erscheinen.

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Auf den zweiten Blick ist es das aber nicht: Während an den großen Flüssen die Sicherheitsmaßnahmen per se durch den Freistaat vorangetrieben werden, weil es sich eben lohnt, viele Menschen mit größerem Aufwand zu schützen, ist das an Löbauer Wasser und Landwasser eben anders. Denn hier sind im Ernstfall weniger Haushalte betroffen als an der Neiße. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorfahren sich an kleinere Flüsse näher herangewagt haben: Schaut man sich an, wie nah am Landwasser die Häuser stehen, ist schnell klar, dass selbst der beste Hochwasserschutz hier kaum etwas ausrichten kann, weil der Fluss einfach keinen Platz hat. Damit haben auch bereits kleinere Hochwässer größere Wirkung als an der Neiße, die durchaus noch natürliche Überflutungsgebiete hat.

Und was heißt das für die Politik? Sie sollte im Auge behalten, dass nicht nur große, prestigeträchtige Schutzbauten wichtig sind, sondern auch Hilfe für kleineren und auch privaten Flutschutz.