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Einbruchserie: Kripo schließt Ermittlung ab

Drei Mitglieder einer tschechischen Bande sollen in Hotels im Zittauer Gebirge eingestiegen sein. Und: Die Zahl der Straftaten an der Grenze wächst wieder.

Symbolbild
Symbolbild © Frank Rumpenhorst/dpa

Möglicherweise können Hoteliers und Gastwirte im Zittauer Gebirge weder etwas aufatmen. Im Fall der Einbruchserie in Hotels und Gaststätten - die SZ berichtete - sind die Kriminalisten der Polizeidirektion Görlitz einen Schritt weiter gekommen.

Wie Polizeisprecherin Anja Leuschner mitteilt, konnten inzwischen die Ermittlungsverfahren gegen drei mutmaßliche Mitglieder einer tschechischen Bande abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft abgegeben werden.

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Das heißt, mit den vorliegenden Ermittlungsergebnissen kann die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage erheben und die drei Männer aus Tschechien vor Gericht bringen. Ein Teilerfolg im Kampf gegen die Grenzkriminalität - mehr allerdings noch nicht. Offenbar gibt es noch weitere Täter, die in dieser organisierten Bande mitarbeiten. Und nicht nur in dieser. Denn die Zahl der Straftaten an der Grenze wächst wieder.

Fallzahlen nahezu halbiert - bis jetzt

Dabei konnten die Einwohner in den Orten entlang der Grenzen zu Tschechien und Polen in den letzten Wochen und Monaten wesentlich ruhiger schlafen als sonst. Seit der Schließung der Grenzen aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen sei die Grenzkriminalität deutlich zurückgegangen, bestätigt die Polizei. Gegenüber den Monaten vor dem Lock-down hätten sich die Fallzahlen nahezu halbiert. 

Aber kaum sind die Barrikaden wieder abgebaut und die bewaffneten Soldaten wieder abgezogen, steigen die Fallzahlen wieder. "Mit Beginn der Lockerungen und der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in Tschechien konnte wieder eine Zunahme der Fallzahlen beobachtet werden", erklärt Anja Leuschner. Allerdings sei das Niveau vor dem Lock-down noch nicht erreicht, fügt die Sprecherin hinzu. 

So hatte es auch im Fall der Hotel- und Gaststätteneinbrüche am 6. Februar den letzten vor der Grenzschließung gegeben. Danach gab es bis Ende Mai keine Einbrüche mehr - aber prompt wieder zwei neue Fälle nach der schrittweisen Öffnung der Grenze: am 25. und 29. Mai.

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An den meisten Grenzübergängen sind die Barrieren bereits wieder abgebaut. "Die Kontrollen durch die tschechischen Behörden erfolgen nur noch sporadisch", sagt die Polizeisprecherin. "Der entwendete Transporter im jüngsten Fall könnte durchaus nach Tschechien gebracht worden sein". Am Donnerstag wurde bekannt, dass Tschechien seine Grenzen zu Deutschland schon in der Nacht von Freitag auf Sonnabend wieder für alle Bürger beider Länder ohne Bedingungen öffnen will.

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