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Mehrere Einbrüche in wenigen Tagen

Die Grundschule Jonsdorf wurde in den vergangenen Wochen mehrfach von Einbrechern und Vandalen heimgesucht. Nicht die einzigen Taten im Kurort.

So wie auf diesem Symbolbild gab es auch bei dem Einbruchsversuch in der Jonsdorfer Grundschule einen Glasschaden.
So wie auf diesem Symbolbild gab es auch bei dem Einbruchsversuch in der Jonsdorfer Grundschule einen Glasschaden. © Daniel Maurer/dpa (Symbolfoto)

Es ist einfach nur ärgerlich: Dreimal innerhalb weniger Tage ist die Grundschule Jonsdorf Opfer von Einbrechern und Vandalen geworden. In einem Fall drangen unbekannte Täter in eine Blechgarage auf dem Schulgelände ein. Die Diebe entwendeten zwar nichts, aber die Tür der Garage wurde beschädigt. Bei einem weiteren Einbruchsversuch schnitten ebenfalls unbekannte Täter mittels eines Glasschneiders ein Loch in eine Scheibe an der Hinterfront des Schulgebäudes. Sie drangen aber nicht in das Objekt ein. Es wurde also auch in diesem Fall nichts gestohlen - die Jonsdorfer hatten sozusagen Glück im Unglück. Aber dennoch bleibt der Schaden am Fenster. Die Scheibe zu ersetzen, kostet auch.

Einen Zusammenhang zwischen beiden Taten schließen die Ermittler nicht aus, teilt Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz, auf SZ-Nachfrage mit. Die Kriminalpolizei konnte bisher keine Täter ermitteln. Das gilt auch für den Vandalismusfall auf dem Sportplatz neben der Grundschule. Der nach wie vor unbekannte Täter befuhr mit einem Wagen den Platz und richtete durch Beschleunigungs- und Bremsmanöver Schaden an der Oberfläche an.

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Die Grundschule Jonsdorf ist wiederholt von Einbrechern und Vandalen heimgesucht worden.
Die Grundschule Jonsdorf ist wiederholt von Einbrechern und Vandalen heimgesucht worden. © SZ-Archiv/Thomas Eichler

Seit diesen kurz aufeinander folgenden Taten habe es keine weiteren Vorfälle gegeben, sagt Jonsdorfs Bürgermeisterin Kati Wenzel. Aber ausruhen können sich die Jonsdorfer darauf nicht. Denn die Vorfälle an der Grundschule sind keine Einzelfälle. In jüngerer Vergangenheit kam es in Hotels im Zittauer Gebirge wiederholt zu Einbrüchen und Diebstählen. Allein bei dem Einbruch am Pfingstwochenende im Kurhaus Jonsdorf entstand ein Gesamtschaden von gut 23.000 Euro.

Der Polizei liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, dass die Hotel- und Schuleinbrüche in Jonsdorf von denselben Tätern verübt wurden. Das ist auch eher unwahrscheinlich, da die Sonderkommission Argus bereits Anfang Juni die möglichen Täter der Hoteleinbrüche im Visier hatte, die Vorfälle an der Grundschule aber zeitlich später stattfanden. 

Unklar ist bislang auch, ob die Täter der Schuleinbrüche aus dem Nachbarland stammen. Bei den Hoteleinbrüchen soll das, wie die Ermittlungen der Polizei ergeben haben, der Fall sein. Zumindest haben die Jonsdorfer das Gefühl, dass seit der Öffnung der Grenzen nach dem Ende des Corona-Lockdowns die Kriminalität wieder zunimmt. Die Polizei bestätigt diesen Eindruck: Seitdem die Grenzen nach Tschechien und Polen wieder offen sind, ist die Zahl der Einbrüche in den Grenzorten tatsächlich gestiegen. Als die Grenzen dicht waren, ging die Kriminalität deutlich zurück, die Fallzahlen hatten sich laut Polizei nahezu halbiert.

Gelände soll umzäunt werden

Während die Polizei weiter nach den Tätern der Einbrüche in Jonsdorf sucht, macht sich die Gebirgsgemeinde ihre eigenen Gedanken, wie man künftigen Taten vorbeugen kann. Mit dem Landespräventionsrat habe man noch mal Kontakt aufgenommen, sagt die Bürgermeisterin. Es soll geschaut werden, wie kommunale Prävention möglich ist. Immer mit dem Ziel, Kriminalität zu reduzieren und damit die Sicherheitslage zu verbessern. Dabei ist die Gemeinde nicht allein gefordert, sondern verschiedene Akteure, die sich untereinander vernetzen.

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Viel mehr kann die Gemeinde fast nicht tun. In dem Schulgebäude gebe es bereits eine Alarmanlage, erklärt Frau Wenzel. Allerdings sei geplant, das Gelände im Zuge der Sanierung der Schule und Turnhalle zu umzäunen.

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