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Eine anstrengende Warterei

über die Sorgen der Waggonbauer

Carla Mattern

Wie fühlt sich das an, wenn der Arbeitgeber ankündigt, die Struktur zu ändern, Stellen zu streichen und eventuell sogar die Firma zu verkaufen? Wie kommt man damit klar, über Monate nur hin und wieder zur Arbeit zu fahren? Wenn erst zum Wochenende gesagt wird, ob man am Montag gebraucht wird oder nicht? Für viele Waggonbauer ist das bereits seit Monaten die Situation. Sie müssen damit irgendwie klarkommen. Der Druck ist groß. Auch auf die Verhandlungsführer, die für die Nieskyer am Tisch sitzen und mit den Zuständigen von der Deutschen Bahn verhandeln. Aber es ist kein aussichtsloses Unterfangen. Dass die Bahn ihre Pläne mit dem Nieskyer Güterwagenproduzenten revidieren und auf die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen will, ist erst einmal ein Zeichen für das Interesse am Standort Niesky. Wie sich das im Verlaufe der Verhandlungen weiter entwickelt, bleibt abzuwarten. Können die Waggonbauer einfach so warten? Das ist bestimmt besonders schwer, stelle ich mir vor. Deswegen sollten wir Nieskyer sie nicht alleinlassen. Sie ansprechen, ihnen sagen, dass wir stolz sind, dass Güterwagen aus Niesky in aller Welt unterwegs sind.

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