merken
PLUS Hoyerswerda

Eine Auslaufmöglichkeit für Hunde

Auf der neuen Hundewiese von Hoyerswerda trafen sich zur Einweihung nicht nur Hundebesitzer und ihre Vierbeiner.

Die eigentlichen Hauptstars bei der Einweihung waren die Hunde.
Die eigentlichen Hauptstars bei der Einweihung waren die Hunde. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Nun ist es amtlich: Die neue Hundewiese am Altstadt-Stadtrand von Hoyerswerda ist offiziell eröffnet. Dieses Ereignis wurde am Freitagnachmittag mit einem kleinen Festakt gefeiert. Die Idee, eine Hundefreifläche am Stadtrand zu schaffen, keimte vor mehr als zehn Jahren schon einmal bei Hundefreunden. Die Zeit war aber wohl noch nicht reif dafür.

JABS
JABS – Euer Zukunftsportal
JABS – Euer Zukunftsportal

Auf JABS erfahrt ihr alles, was für eure Zukunft wichtig wird und wie ihr euch am Besten darauf vorbereitet.

Dem Engagement von Nancy Tuschmo und Ina Züchner ist es letztlich zu verdanken, dass jenes Projekt nun Gestalt annehmen konnte. Die beiden Hoyerswerdaerinnen hatten sich an der Ausschreibung des Bürgerhaushaltes 2019 beteiligt. Der erste Versuch scheiterte. Als sogenanntes Nachrückerprojekt wurde das Vorhaben im Bürgerhaushalt später doch noch bewilligt. Und so konnte die Idee in den letzten Monaten schrittweise umgesetzt werden.

Natur eroberte sich die Fläche

Das Areal in der Nachbarschaft des Alfred-Scholz-Platzes bekam ursprünglich seine Baugenehmigung als Spiel- und Freizeitfläche und war als Fußballplatz für die Oberschule „Am Stadtrand“ gedacht. Das Angebot wurde aber nur mäßig bis gar nicht genutzt. Irgendwann wuchsen Bäume und Sträucher auf einem Großteil der Fläche und blieben viele Jahre sich selbst überlassen. Das wild gewachsene kleine Wäldchen wurde von Spaziergängern und Hundebesitzern, aber eben auch als illegale Müllentsorgungsstätte genutzt.

Angebot wird angenommen

Im Zuge der Umgestaltung wurde die Fläche in den letzten Monaten von Unrat gesäubert, die Zaunanlage wurde ergänzt sowie einige Bäume und Sträucher innerhalb der Grundstückspflege entfernt. Mülleimer und Sitzbänke wurden platziert. Die Spiel- und Auslauffläche ist von zwei Seiten begehbar. An den Eingangstoren befinden sich hängende Metallstäbe mit denen geklopft werden kann. Das Gerät ist eine Art Klingel, mit der sich eintretende Hundebesitzer bemerkbar machen können, weil die drei eingezäunten Bereiche von den beiden Eingangspunkten schlecht einsehbar sind. Hauptinitiatorin Nancy Tuschmo freut sich, dass die Fläche mittlerweile eine steigende Resonanz erfährt: „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Manchmal sind bis zu 25 Hunde auf der Fläche unterwegs. Und auch die illegale Müllentsorgung hat nachgelassen. Die Nutzer der Hundewiese achten sehr auf Sauberkeit und beräumen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere sehr vorbildlich.“

Geringere Kosten als gedacht

Nancy Tuschmo lobte zudem die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und deren Bauamt-Fachbereichsleiter Dietmar Wolf. Hundebesitzerin Kimberly Bild ist begeistert: „Das war eine super Idee. Denn Freilauf ist in der Stadt für die Hunde ja nicht möglich. Mir gefällt vor allem, dass es drei abgetrennte Bereiche gibt. Somit können alle Hunde und Menschen den Platz nutzen.“ Für die Hundewiese standen den Initiatoren 10.000 Euro zur Verfügung. Alles in allem wurde das Projekt für 8.000 Euro umgesetzt. Auf den Differenzbetrag von 2.000 Euro verzichten die Initiatoren. Damit steht dieses Geld für andere Vorhaben des Bürgerhaushaltes zur Verfügung.

Schon eine neue Idee

Nachdem nun erste Erfahrungen bei der Nutzung der Hundewiese gesammelt wurden, hat sich ein weiterer Wunsch für diese aufgetan. „Der Schotter auf der Fläche wird im Sommer sehr heiß. Das führte bei einigen Hunden zu Verletzungen an den Pfoten. Deshalb wollen wir die Fläche gern mit Sand auffüllen, um dahingehend Abhilfe schaffen zu können“, erklärt Nancy Tuschmo. Das wird ein Vorschlag für den Bürgerhaushalt im nächsten Jahr sein.

Mehr zum Thema Hoyerswerda