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Eine Brücke zwischen Menschen

Jörg-Uwe Laasch setzt sich für die Freundschaft mit der Ukraine ein. Seit 1995 organisierte er bereits 27Hilfstransporte.

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Von Sabine Langer

Die Unterlagen türmen sich auf dem Wohnzimmertisch von Jörg-Uwe Laasch. Kein Wunder, schließlich engagiert sich der 63-Jährige seit 14Jahren für humanitäre Hilfe in der Ukraine. Laasch besuchte in Moskau die Militärakademie, lernte die russische Sprache und verliebte sich in Land und Leute. Zu Beginn der neunziger Jahre verlor er seinen Job und nahm vom Arbeitsamt das Angebot an, für die Tschernobylhilfe tätig zu werden. Eine Arbeit, die sein Leben veränderte. Jeden Monat betreute der Hilfsverein nun 100Kinder aus der Ukraine in einem Kindererholungsheim bei Niesky. Irgendwann fehlte Geld für die Kindererholung, doch mittlerweile waren Freundschaften entstanden. Einer dieser Kontakte besteht bis heute. Seit 1995 unterstützt Laasch eine Spezialschule in Cerkasy, etwa 200Kilometer südlich von Kiew. „27Hilfstransporte haben wir in die Ukraine gebracht“, sagt Laasch. Er selbst fuhr die meisten davon. Alleine, so Laasch, hätte er das Hilfsprogramm nie bewältigen können. Doch seit den 90er Jahren besteht der „Arbeitskreis Humanitäre Hilfe für Osteuropa“ in Dresden, hier fanden sich Vereine und Privatpersonen zusammen, die sich auf ein Zielgebiet spezialisiert haben. Gemeinsam wird dort über die Verwendung von Spenden entschieden.