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Eine Chefin fürs Talsperrenjubiläum

Kerstin Winkler leitet die Gruppe zum Hundertjährigen der Staumauer. Was ist dafür alles geplant?

Von Franz Herz

Noch ein knapper Monat, und dann beginnt das Jubiläumsjahr der Talsperre Klingenberg, die 1914 feierlich eröffnet wurde. Langsam werden auch Pläne entwickelt, wie dieses Hundertjährige gefeiert werden soll. Jetzt hat die Gruppe aus Gastronomen und Wanderführern, die an dem Projekt arbeitet, auch eine Vorsitzende: Kerstin Winkler, die frühere Bürgermeisterin von Klingenberg. Sie selbst will zwar keinen großen Titel und sagt nur: „Ich habe mir halt den Hut aufgesetzt.“

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Wie neu gebaut sieht die Staumauer in Klingenberg nach ihrer Sanierung aus. Die Steine wurden dabei auch gereinigt und frisch verfugt. Wer es nicht weiß, sieht es dem Bauwerk nicht an, dass es schon seit fast hundert Jahren steht. Foto: Egbert Kamprath
Wie neu gebaut sieht die Staumauer in Klingenberg nach ihrer Sanierung aus. Die Steine wurden dabei auch gereinigt und frisch verfugt. Wer es nicht weiß, sieht es dem Bauwerk nicht an, dass es schon seit fast hundert Jahren steht. Foto: Egbert Kamprath

Erst einmal geht es ihr darum, die Erwartungen zu dämpfen. Sie sagt: „Uns allen ist klar, dass an der Talsperre Klingenberg kein solches Event möglich ist, wie wir es in Malter hatten.“ Die Vorbereitungsgruppe ist bisher eine lose Vereinigung, die sich zweimal unter der Leitung von Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg) getroffen hat und jetzt von Winkler geleitet wird. Winkler sagt: „Das wird vielleicht einmal so etwas wie ein Festkomitee. Noch kann man davon nicht sprechen.“ Dennoch wollen die Gastronomen an der Talsperre und in den umliegenden Orten das Jubiläum natürlich angemessen feiern,

Bisher zeichnet sich ab, dass es verschiedene Höhepunkte zu verschiedenen Terminen geben wird. So hat der Förderverein Edle Krone ein Oldtimer-Wochenende für den 19. und 20. Juli geplant. „Dazu wollen wir eventuell einen Schienenbus fahrenlassen zwischen Edle Krone und Klingenberg-Colmnitz und von dort aus Wanderungen in Richtung Talsperre organisieren“, sagt der Vereinschef Gunter Fichte, der auch Wanderwegewart der Gemeinde Klingenberg ist.

Am Wochenende zuvor, am 12. und 13. Juli, will Frank Kunath, der Wirt der Waldschänke auf der Obercunnersdorfer Seite, ein Zelt aufstellen und dort ein Fest organisieren. Für den Sonnabend hat er schon die Randfichten gebucht. Und am Sonntag werden die Blaskapelle der Colmnitzer Feuerwehr und der Männerchor zum Frühschoppen musizieren. „Über weitere Programmpunkte verhandle ich im Moment noch“, sagt der Gastwirt.

Die Vorbereitungsgruppe sucht noch weitere Partner zum Jubiläum. „Wir sind auch im Gespräch mit der Colmnitzer Agrargenossenschaft, die zu ihrem Hoffest auch das Talsperrenjubiläum einbeziehen wird“, sagt Kerstin Winkler. Ebenso verhandelt die Vorbereitungsgruppe mit der Landestalsperrenverwaltung und der Trinkwasserversorgung Weißeritzgruppe, damit diese zu bestimmten Terminen Führungen an der Staumauer und im Wasserwerk anbieten. Die Talsperrengruppe will aber auch Vereine und Gewerbetreibende in den Nachbarorten einbeziehen, beispielsweise den Holzspielzeugmacher Gottfried Böttger oder den Männerchor Klingenberg. Jetzt will die Vorbereitungsgruppe einen Finanzplan aufstellen und den mit der Gemeinde besprechen.

Gunter Fichte arbeitet daran, ein Wanderwegekonzept für die Gemeinde Klingenberg und vor allem die Umgebung der Talsperre zu erarbeiten. „Wir müssen die Zeit jetzt nutzen“, sagt er. Im April beginnt die Wandersaison und bis dahin sollte sich das Klingenberger Land jubiläumswürdig zeigen. Denn das Interesse von Besuchern an der Talsperre ist groß. Das beobachten alle Gastronomen rings um den Stausee.