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Eine Feier im Schmuckstück der Stadt

Treffen. Das fünfte Wohngebietsfest in Kamenz-Ost bringt am 1. Juli Nachbarn zusammen.

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Von Elisabeth Delitzscher

Kamenz-Ost ist ein Schmuckstück“, beteuert Bürgermeister Roland Dantz. „Die Etikette der alten DDR-Anlagen ist unbegründet. Gerade, wenn man sich die gepflegten Außenanlagen ansieht.“ Damit sich jeder davon überzeugen kann, findet am 1. Juli das fünfte Wohngebietsfest auf dem Gelände der Grundschule am Forst statt. Verschiedene Aktionen sind geplant. So kann man beispielsweise nicht nur die neu hergerichtete Grundschule besichtigen, sondern auch mal einen Blick in eine Gästewohnung werfen. Das Fest wird auch in diesem Jahr von der Wohnungsbaugenossenschaft Kamenz (WBG), der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG), sowie von der Novum Wohnbau und Immobilien Genossenschaft Kamenz ausgetragen.

„Wir möchten vor allem die Anwohner sammeln und einen Integrationspunkt schaffen“, erklärt Henry Schmidt, Geschäftsführer der WBG. „Wir Genossenschaften möchten mit den Bürgern und Gästen einen schönen Nachmittag verbringen. Auch feiert die WBG in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.“

Ausstellung zum Jubiläum

Anlässlich dieses Firmenjubiläums wird eine Ausstellung gezeigt, die Ende dieses Jahres auch im Rathaus zu sehen sein wird. Die Organisation des Wohngebietsfestes übernimmt im Übrigen die Firma Creatours. Peter Pfeifer: „Das Fest hat sich in den vergangenen Jahren gut etabliert. Neu ist diesmal die Ideenfindung mit der Stadtverwaltung, die sehr unkompliziert vonstatten ging.“ Insgesamt 19 Firmen und Vereine beteiligen sich am Fest. Doch auch die Anwohner helfen kräftig mit. Es gehe vor allem darum, Vorurteile abzubauen, bekräftigen die Vertreter der Genossenschaften. Daniel Jircik, Geschäftsführer der SWG, erklärt: „In Kamenz-Ost gibt es nicht mehr Schwierigkeiten, als in anderen Gebieten der Stadt. Die Klischees in den Hinterköpfen der Menschen stimmen einfach nicht. Davon kann sich jeder selbst überzeugen!“

Das Gebiet, in dem viele ältere Bürger zum Teil schon seit vierzig Jahren leben und das auch Heimat zahlreicher Ausländer ist, entwickelt sich fortwährend. Ob es die Sanierung eines Spielplatzes oder der Bau eines neuen Zauns ist – mit kleinen Schritten wird der größte Stadtteil von Kamenz salonfähig.