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Eine Freitaler Erfolgsgeschichte

Die Firma „Die Maler“ streicht nicht nur Wände, sondern wechselt auch Reifen – und wird nun 25 Jahre alt.

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© Egbert Kamprath

Von Frederike Buddensiek

Freital. Mario Schneider, Geschäftsführer der Firma „Die Maler“, kann sich gut an den schwierigen Neustart des Unternehmens erinnern. In den 80er-Jahren, damals noch als Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH), war kräftig in die Modernisierung der Lackierkabinen investiert worden. Nach der Wende entsprachen diese aber plötzlich nicht mehr dem notwendigen Standard und mussten erneut ausgetauscht werden. „Das war mit erheblichen Kosten verbunden und nicht einfach zu finanzieren“, sagt Schneider.

Er war 1980 als Lehrling in das Unternehmen gekommen und verbrachte dort seine gesamte berufliche Laufbahn. Daher erlebte er aktiv mit, wie aus der ehemaligen PGH die heutige GmbH hervorgegangen ist. Verändert hat sich in den 25 Jahren seitdem einiges.

So gab es damals in der PGH rund 100 Mitarbeiter, die alle einen Anteil an dem Unternehmen besaßen. Heute beschäftigt das Unternehmen, das in einem auffällig gestalteten Gebäude an der Ecke Wilsdruffer Straße/Carl-Thieme-Straße zu Hause ist, noch 52 Mitarbeiter. Das Geschäft baute damals zu gleichen Teilen auf Maler, Lackierer und Schriftmaler. Da sich nach der Wende viele der Maler selbstständig machten, entwickelte sich die Lackierung zum Hauptgeschäft. Die Schriftmaler wurden durch eine Werbeabteilung ersetzt. Vor zwölf Jahren wurde das Angebot des Unternehmens durch eine Karosserieabteilung, die Unfallinstandsetzung und komplette Kfz-Mechanik anbietet, erweitert. Außerdem ist vor vier Jahren noch ein Reifen-Service hinzugekommen.

Eine Firma wie eine Familie

Ein entscheidender Entwicklungsschritt war auch die Errichtung der neuen Lackierhalle im Jahr 2013. Durch die vergrößerte Produktionsfläche und den Einbau moderner Technik, wie einer fahrbaren Hebebühne, ist es nun möglich noch mehr Aufträge anzunehmen und diese in kürzerer Zeit zu bearbeiten, so Schneider.

Diese enorme Investition wäre jedoch ohne die Zusammenarbeit mit der Auto Holding Dresden, einem Verbund von Autohäusern, nicht möglich gewesen. 2013 hatten die drei Altgesellschafter der Maler GmbH ihre Anteile an dem Unternehmen abgegeben. Diese sind dann in die Hände der Auto Holding übergegangen. Die Maler sind nun exklusiv für die Lackierung der Fahrzeuge der Autohäuser zuständig.

Große Vorteile ergeben sich auch durch den Standort Freital. „Die Nähe zu Dresden ist für uns lebensnotwendig, denn unsere Hauptkunden, wie Ingenieurbüros und Wohnungsgenossenschaften, kommen aus Dresden“, erklärt Mario Schneider. Trotzdem sei er den Freitaler Privatkunden und der großen Akzeptanz, die das Unternehmen in der Region genießt, sehr dankbar .

Als wichtigsten Faktor für den Erfolg des Unternehmens sieht der 52-Jährige den engen Zusammenhalt und die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter: „Wir sind wie eine große Familie.“ Für die nahe Zukunft planen „Die Maler“ keine großen Investitionen. „Unser jetziges Ziel ist es, die aktuelle Position des Unternehmens am Markt zu stabilisieren“, so Mario Schneider.