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Eine frische Grapefruit für jeden Kunden

Gesundheit. Heute ist der Tag der Apotheken. SZ fragte im Rödertal, ob die Einrichtungen für diesen Tag etwas Besonderesgeplant haben.

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Von Heike Garten

Heute nehmen die Kunden der Elefanten-Apotheke in Großröhrsdorf nicht nur Pillen und Salben mit nach Hause. In ihrer Tasche wird sich auch eine Grapefruit befinden – also frisches Obst mit vielen Vitaminen. „Das ist Gesundheit mal nicht in Pillenform“, erklärt Mitarbeiterin Silvana Koreng. Das ist die Idee, die sich die Elefanten-Apotheke zum heutigen deutschlandweiten Tag der Apotheke ausgedacht hat. „Bei uns gibt es jedes Jahr frisches Obst, symbolisch sozusagen. Dieses Mal sind es eben Grapefruit“, so Silvana Koreng.

Für Dr. Thomas Köhler, Chef der Löwen-Apotheke in Radeberg, hat der Tag der Apotheke eine ganz besondere Bedeutung, obwohl er das Motto nicht nur auf diesen einen Tag beschränkt wissen will. Der diesjährige Tag ist mit dem Satz „Die Apotheke – nah, vertraut und sicher“. „Dieses Anliegen gehört zu unserem Tagesgeschäft“, erklärt Thomas Köhler. Sein Anliegen und das seiner Mitarbeiter ist es, die Kunden zukünftig noch besser pharmazeutisch zu beraten, die Arbeit in dieser Richtung zu optimieren. Er nennt die Vorteile der ortsansässigen Apotheken gegenüber dem Kauf im Internet: „Wir sind schnell, die Kunden haben einen direkten Ansprechpartner, eine Vertrauensperson, und es gibt einen persönlichen Kontakt.“ Beim persönlichen Gespräch merken die Mitarbeiter, wo die Unsicherheiten der Kunden liegen und können direkt darauf eingehen. Thomas Köhler glaubt, dass das Internet gerade bei Medikamenten nicht das große Geschäft ist. Er hat z.B. schon erlebt, dass Kunden mit Produkten in sein Haus kommen, und sich dann die Medikamente vorort erklären lassen. „Wir beraten sie, auch wenn die Produkte nicht bei uns gekauft worden sind, aber es zeigt doch, dass das Internet nicht das Gleiche bieten kann, wie wir.“ Als negativ bezeichnet Köhler die zunehmende Bürokratie. „Wir können uns inzwischen viel weniger um das Hauptgeschäft kümmern, auch wenn wir gern wöllten.“

Frischen Sommertee kann man heute in der Mohren Apotheke in Radeberg kosten. „Wir bereiten ihn für unsere Kunden zu. Außerdem informieren wir über verschiedene Kosmetikartikel“, erklärt Luise Kunze, Chefin der Apotheke an der Hauptstraße. Ihre Einrichtung beteiligt sich jedes Jahr an den Aktionen zum Tag der Apotheken.

In der Vital-Apotheke in Ottendorf-Okrilla sind keine besondere Aktionen geplant. Mit Luftballons will man auf den Tag aufmerksam machen, und gesunde Gummibärchen an die Kunden verteilen.

Ähnlich wie in der Mohrenapotheke gibt es auch in der Hirsch Apotheke in Ottendorf-Okrilla frische Getränke. Die Getränke rühren die Mitarbeiter des Hauses aus verschiedenen Vitaminpulvern und ähnlichem zusammen. Außerdem soll heute über Sonnen- und Zeckenschutz informiert werden. Die Kunden dürfen auch kleine Proben mit nach Hause nehmen.

Für die Sächsische Landesapothekenkammer ist der Tag der Apotheken fester Bestandteil für die Öffentlichkeitsarbeit. „Die Kunden sollen sich über die vielfältigen Dienstleistungen und den Service der wohnortnahen Apotheke informieren“, so Fritz Becker, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Apotheken seien nicht nur eine tragende Säule des Gesundheitswesens, sondern seien schlicht und ergreifend unverzichtbar, schätzt Fritz Becker ein. Als ein neues und gutes Modell bezeichnet Becker die Hausapothekenverträge, die die Apotheken bereits mit vielen Krankenkassen geschlossen haben. Auch in Radeberg gibt es solche Verträge mit der Barmer.