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„Eine ganzheitliche Behandlung kann die Heilungschancen erhöhen“

Dipl. med. Evelin Döring-Paesch berät zu den Möglichkeiten komplementärer Onkologie. Die komplexe Behandlung ist keine Alternative, sondern Ergänzung.

Frau Döring-Paesch, Sie sind ärztliche Beraterin der Gesellschaft für Biologischen Krebsabwehr? Was tun Sie?

Krebs ist keine lokale Erkrankung, sondern ein komplexer Prozess im Körper. Das erfordert auch eine komplexe Behandlung des ganzen Menschen – des Körpers und der Seele. Wir nennen das komplementäre, also ergänzende, Onkologie, und setzen uns dafür ein.

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Eine Alternative zur konventionellen schulmedizinischen Behandlung?

Nein, keine Alternative, sondern eine sinnvolle Ergänzung zur konventionellen Basistherapie, die Patienten bei der Bewältigung ihrer Krankheit unterstützt. Ziel ist es, die Heilungschancen zu erhöhen.

Was kann komplementäre Onkologie?

Sie kann auf ganz verschiedene Weise helfen, zum Beispiel dabei, die eigenen Abwehrkräfte zu stärken und ausgefallene Schutzsysteme wieder aufzubauen. Sie kann Nebenwirkungen von Therapien deutlich verringern und damit die Lebensqualität der Patienten gerade in der Zeit der Akuttherapie deutlich verbessern. Manche Mittel, wie zum Beispiel Selen, schützen dabei nicht nur die gesunden Zellen, sondern verstärken auch die Wirkung der Chemo- oder Strahlentherapie.

Welche Mittel und Methoden können Sie da empfehlen?

Das kommt immer auf den Einzelfall an. Es gibt natürlich Allgemeingültiges: Dass Bewegung und moderater Sport eine positive Wirkung auf das Immunsystem haben oder dass Krebszellen Knoblauch, Brokkoli, und Himbeeren nicht mögen, weil diese viele Tumorhemmstoffe enthalten. Wie haben dazu viel kostenloses Informationsmaterial zusammengestellt.

Gibt es die „Wunder-Diät“?

Nein, die gibt es nicht. Aber gegen die Erschöpfung und Kraftlosigkeit zum Beispiel haben Diätköche und Ärzte der Bavaria-Klinik Kreischa einen speziellen Eiweißtrunk entwickelt, der Wunder wirken kann. Neben der Ernährungsumstellung können auch Therapien wie zum Beispiel Selen-, Mistel- oder Enzymtherapie helfen.

Sie arbeiten auch mit den behandelnden Ärzten zusammen?

Immer. Ich schaue mir die Befunde jedes Patienten an und entwickle ein individuelles, begleitendes Therapiekonzept. Patienten sollten alles, was sie zusätzlich tun wollen, mit den behandelnden Ärzten absprechen und nicht allein experimentieren.

Sie sind auch selbst an Krebs erkrankt.

Ja, 1994 an einem metasierten Magenkrebs. Ich bin jetzt 20 Jahre rezidivfrei bei einer vorausgesagten Überlebenschance von fünf Prozent. Geholfen hat mir ein gut abgestimmtes Behandlungskonzept von Basis- und komplementärer Therapie. Davon bin ich überzeugt.Gespräch: Jana Ulbrich