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Döbeln

Alter Spielplatz wird Wohlfühl-Oase

Derzeit bietet der alte Spielplatz an der Breitscheidstraße keinen schönen Anblick. Das soll sich ändern.

Die Bezeichnung Kinderspielplatz verdient das Areal an der Rudolf-Breitscheid-Straße nicht mehr. Die Spielgeräte sind morsch und verschlissen. Noch in diesem Jahr soll das Gelände zu einem Park umgestaltet werden.
Die Bezeichnung Kinderspielplatz verdient das Areal an der Rudolf-Breitscheid-Straße nicht mehr. Die Spielgeräte sind morsch und verschlissen. Noch in diesem Jahr soll das Gelände zu einem Park umgestaltet werden. © Dietmar Thomas

Waldheim. Am Zugang steht noch das Schild „Kinderspielplatz“. Diese Bezeichnung verdient das Areal gegenüber der künftigen Alloheim-Seniorenresidenz an der Breitscheidstraße jedoch mehr schlecht als recht. Das Unkraut sprießt. Die Spielgeräte sind morsch und verschlissen, die Wege zugewachsen. Doch die Stadtverwaltung hat einen Plan.

Der Technische Ausschuss hat am Donnerstag eingewilligt, den Platz zu einem Park umgestalten zu lassen. „Das war schon lange im Gespräch. Jetzt stehen uns dafür die Fördermittel zur Verfügung“, sagte Bauamtsleiter Michael Wittig.

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Auch die Tatsache, dass im Juli die ersten Bewohner in die neue Seniorenresidenz einziehen, hat die Verwaltung dazu bewogen, das Projekt jetzt voranzutreiben. Das Planungsbüro Stoll aus Glauchau hat die Pläne dafür erstellt. Danach soll das Gelände barrierefrei gestaltet werden, sodass der künftige Park auch von Rollstuhlfahrern und gehbehinderten Menschen, etwa mit einem Rollator, problemlos genutzt werden kann. 

„Aus der wilden Anlage soll ein gepflegter Park werden“, sagte René Stoll, Geschäftsführer des Planungsbüros. Bewusst haben sich die Planer dafür entschieden, das Konzept „nutzungsneutral“ zu gestalten und einige Flächen offen zu lassen. „Dadurch besteht später beispielsweise die Möglichkeit, Spiel- oder Sportgeräte aufzustellen, die jetzt nicht im Budget waren“, so René Stoll. 

Der alte Baumbestand, der den Platz bereits jetzt zu einem schattigen Ort macht, soll erhalten bleiben, Sitzgruppen an einigen sonnigen Stellen zum Verweilen einladen. An einem sonnigen Plätzchen soll außerdem ein kleiner Steingarten angelegt werden. „Dafür nutzen wir eine bereits vorhandene Natursteinwand“, so Stoll.

Die Wege werden unbefestigt sein und mit einem Gemisch aus einem hydraulischen Bindemittel und Kiessand versehen. „Das bleibt wasserdurchlässig, spült aber nicht aus“, so der Planer. Eingefasst werden die Wege mit einem Edelstahlband, das eine flexible Gestaltung zulässt und einen schönen Übergang zur Grünfläche darstellt. Gegenüber Borden habe dieses sogenannte Tiergartenband außerdem den Vorteil, dass es die Rasenpflege erleichtere.

Die Wege sollen mindestens zwei Meter breit sein. Dadurch sei gewährleistet, dass sich zwei Rollstuhlfahrer ungehindert begegnen können. Der Zugang soll an der Stelle bleiben, an der er bereits jetzt ist. „Er wird lediglich verbreitert“, so René Stoll. Da es sich um abschüssiges Gelände handelt, müsse eine kleine Treppe mit fünf Stufen eingebaut werden. Daneben entsteht eine Rampe für diejenigen Besucher, die eine Treppe nicht überwinden können.

Insgesamt kostet die Umgestaltung des Areals 180.000 Euro. Davon werden 120.000 Euro aus Fördermitteln des Programms „Stadtumbau Ost“ gedeckt. Entwurfs- und Genehmigungsplanung sind laut Stoll abgeschlossen. Nach der Zustimmung durch den Technischen Ausschuss beginnt das Planungsbüro jetzt mit den Ausschreibungen, damit die Arbeiten sobald wie möglich starten können. 

Zuerst steht der Abriss der vorhandenen Wege und Betonelemente an. „Wir müssen die Maßnahme noch in diesem Jahr abrechnen“, sagte Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Ursprünglich sei einmal geplant gewesen, dass der Abwasserzweckverband (AZV) in Vorleistung geht. „Unter dem Platz liegt noch ein Kanal in sechs Metern Tiefe, der in den nächsten Jahren saniert werden müsste.“ 

Der AZV habe jedoch der Stadtverwaltung überhaupt nicht in Aussicht stellen können, ob und wann die Kanalsanierung eingeplant werden kann. „Wenn wir jetzt aber warten, sind die Fördermittel aus dem Stadtumbau Ost weg“, so Ernst. Das sollte nicht passieren.

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