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Eine Hymne für Meißen

Die Stadt soll ein eigenes Lied bekommen. Ein alter Bekannter und ein Nachwuchstalent tun sich dafür zusammen.

Arbeiten gemeinsam an einem Gassenhauer für Meißen: Posaunist Micha Winkler und Pop-Sternchen Lena Bäßler.
Arbeiten gemeinsam an einem Gassenhauer für Meißen: Posaunist Micha Winkler und Pop-Sternchen Lena Bäßler. © Claudia Hübschmann

Meißen. Musiker Micha Winkler gibt einen musikalischen Vorgeschmack. „So wird der Refrain klingen“, kündigt er an und legt los mit seiner Posaune. Der Sound füllt locker das vordere Foyer des Meißner Theaters.

Showmaster Martin Quilitz hat an diesem Montagvormittag hierher eingeladen, um einen Ausblick auf die vierte Ausgabe der Kult-Show Kaff und Kosmos zu geben. Am 21. März, 19.30 Uhr, wird der quirlige Moderator erneut einen erfrischenden Mix aus Meißner Lokalprominenz, Artistik, Comedy und Musik servieren. Mit dabei an vorderster Stelle: Die Kosmonauten. Schon seit der der Premiere bilden Lokalmatador Micha Winkler und Kollegen die Hausband der Late-Night-Show.

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Für den 21. März haben sie sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Es wird Zeit, dass Meißen seine eigene Hymne bekommt“, sagt der Posaunist. So ein richtiger Stadionkracher zum Mitsingen soll es werden. Die Idee ist, den Text von Show zu Show fortzuschreiben und das aktuelle Geschehen darin widerzuspiegeln.

Ins Texten möchte sich Winkler mit einer jungen Dame teilen. Die gerade einmal 20 Jahre junge Pop-Sängerin Lena Bäßler erzielte beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert im vergangenen Jahr die höchstmögliche Zahl von 25 Punkten und holte damit einen ersten Preis in Elbland. Die Kosmonauten haben sie als Co-Autorin mit ins Boot geholt. Vielleicht hilft dieser Kniff, jüngeres Publikum für die Late-Night-Show zu erschließen?

Inspiration und Transpiration

Während sich Lena Bäßler am Anfang ihrer Karriere befindet, steht der Meißner Xylofon-Virtuose Bernd Warkus vor seinem 60. Bühnenjubiläum. Mit sechs Jahren habe er begonnen, die Schlägel zu schwingen. Sein Großvater, selbst zu Hause auf dem besonderen Instrument, gab den Ausschlag. 

Der alte Herr brachte dem Enkel die Grundlagen bei und machte ihm vor allem unmissverständlich klar, dass ein erfolgreicher Musiker nicht nur auf Inspiration zählen darf, sondern auch ein gehöriges Maß an Transpiration zu einer gelungenen Musikerkarriere gehört.

Nach 60 Jahren auf der Bühne dürfen Aussagen auch einmal programmatisch und staatstragend klingen. Ihm sei es Zeit seines Lebens darum gegangen, dem von anderen Kollegen mitunter etwas abschätzig beurteilten Xylofon zu der ihm gebührenden Anerkennung zu verhelfen, sagt Bernd Warkus.

 Seine Strategie sei es gewesen, dieses Ziel durch eigens für dieses Instrument arrangierte klassische Stücke zu erreichen. In den 1970er und 1980er Jahren sei ihm mit vielen Auftritten im Berliner Friedrichstadtpalast und im DDR-Fernsehen eine kleine Rehabilitation des Xylofons gelungen.

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Vorfreude – schönste Freude. Moderator Quilitz entfährt angesichts der Aussicht auf solch schöne Anekdoten ein sächsisch angehauchtes „Herrlich!“. Musiker Micha Winkler ist der Tonfall nicht entgangen. Neben der neuen Meißen-Hymne hat er für die März-Folge von Kaff und Kosmos eine weitere Idee, die für Erheiterung sorgen dürfte. In einem Chrashkurs sollen Moderator Quilitz die Feinheiten des sächsischen Dialekts nähergebracht werden. Der kontert: Fremdsprachen seien schon immer sein Hobby gewesen.

Mehr Informationen gibt es hier.

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