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Eine Idee, die aus dem Rahmen fällt

Mit einem Fotopoint soll eine neue Attraktion die touristische Angebotspalette des Erlichthofes Rietschen erweitern.

Hier am Schlangengraben, der sich durch den Erlichthof Rietschen windet, soll sich künftig der Standort des geplanten touristischen Fotopoints befinden.
Hier am Schlangengraben, der sich durch den Erlichthof Rietschen windet, soll sich künftig der Standort des geplanten touristischen Fotopoints befinden. © Rolf Ullmann

Ein ganz besonderes, ja, in dieser Form einzigartiges Foto soll es werden. Voraussichtlich noch in diesem Jahr können die Besucher sich in einem Rahmen in die Kulisse des Erlichthofes stellen. An vielen touristischen Attraktionen gibt es sie schon, die Dekorationen, die in einer Aussparung Platz lassen für ein Ganzkörper- oder ein Portraitfoto. Mal mehr und weniger geschmackvoll verwandeln sich die Abgebildeten dann in einen Cowboy, einen Seemann oder eine Majestät. Beliebt ist diese Form eines individuellen Foto-Souvenirs allemal. Uta John, Mitarbeiterin der Touristinformation im Erlichthof, hatte da eine bessere, eine ungewöhnliche Idee. Ihr schwebt eine völlig andere Gestaltung für diese Art von Fotos vor. Sie sagt sich: Warum nicht die Abgebildeten in einem Rahmen mitten in die idyllische Landschaft des Erlichthofes stellen; am „Fotopoint“?

Einst vor dem Rietschener Bahnhof

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Daher lautet der Plan, an einem der vielen schönen Standorte auf dem Gelände des Erlichthofes einen Rahmen aus Metall aufzustellen. Nach sorgfältiger Abwägung mehrer Möglichkeiten haben sich Uta John gemeinsam mit den anderen Ideengebern für einen Standort im Verlauf des Schlangengrabens entschieden. Hier bietet sich die Möglichkeit, zum einem das Foto mit einem oder mehreren Schrotholzhäusern zu gestalten – oder in entgegengesetzter Richtung den Blick auf den Erlichtteich als Hintergrund zu wählen. Als zusätzliches Erkennungsmerkmal ist vorgesehen, auf der Oberkante des Rahmens die Silhouette des Erlichthofes anzubringen. Damit wird die räumliche Zuordnung noch deutlicher. Einst zierte dieses Gebilde die Hinweistafel vor dem Bahnhofsgebäude Rietschen. Mit ihr wurden die Ankommenden auf touristische Sehenwürdigkeit im Ort aufmerksam gemacht und ihnen die Richtung gewiesen, in die sie die Schritte lenken sollten.

Die Silhouette hat die Demontage der Hinweistafel glücklicherweise unbeschadet überstanden. Bürgermeister Ralf Brehmer spürte sie vor einiger Zeit per Zufall im Fundus des Bauhofes der Gemeinde Rietschen auf. Für ihn stand sofort fest, dass der Fotopoint genau der richtige künftige Verwendungs-Ort für dieses Metallgebilde sein wird. Denn die Gemeinde steht der Verwirklichung des Projekts sehr positiv gegenüber. Der Fotopoint bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Weg zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Erlichthofes. Auch deshalb soll noch in diesem Jahr die Errichtung des Fotopoints durch eine einheimische Firma sowie durch die Artour in Angriff genommen und abgeschlossen werden. Mit seinem leuchtenden Blau wird der Rahmen dann gewiss ein Hingucker aus Metall inmitten der ansonsten hölzernen Bauwerke des Erlichthofes sein.

Für alle, die auch dieses Projekt (neben mehreren anderen) während der dreitägigen Beratungen im Januar 2019 aus der Taufe gehoben haben, stellt die Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen ein ganz wichtiges Anliegen dar. So ist unter anderem geplant, zweimal jährlich einen Fototag für Kinder im Erlichthof zu veranstalten. Dafür soll auch ein Teil der finanziellen Mittel, die vom Sächsischen Mitmachfonds für dieses Projekt bewilligt wurden, zur Anschaffung von Fototechnik und verschiedener Requisiten genutzt werden. Natürlich wird dann auch der Fotopoint eines der Motive sein, das von den Teilnehmern an den Fototagen ins rechte Licht gerückt wird. Andere foto-interessierte Kinder im Rahmen abzulichten oder sich selbst auf den Chip bannen zu lassen – das verbindet den Spaß an der Fotografie mit der Möglichkeit, ein ungewöhnliches Souvenir einer schönen Foto-Exkursion mit nach Hause nehmen zu können.

Eine Fülle von Motiven

Neben dem Fotopoint bieten die Schrotholzhäuser mit ihren Werkstätten und Geschäfte im Erlichthof eine Fülle weiterer Motive. Sehr schnell merken die Teilnehmer an den Fototagen, dass es sich lohnt, den Erlichthof des Öfteren durch den Sucher zu betrachten. Denn in jeder Jahreszeit ist das Ensemble der Schrotholzhäuser einen Besuch wert. Übrigens gilt diese Einladung nicht nur für Kinder und Jugendliche: Durch die zielgerichtete Beschäftigung mit der Fotografie soll die Begeisterung der Heranwachsenden, aber auch der etwas Älteren für den Umgang mit der Technik geweckt werden.

Blick für Schönheiten wird geschärft

Zugleich wird dadurch ihr Blick für die Schönheiten der Heimat in ihrem Einklang von Natur und dem von Menschenhand Geschaffenen geschärft. Damit dieses Vorhaben gelingt, konnte Ramona Weise vom Fotoclub Weißwasser als fachkundige Partnerin zur Unterstützung des Projekts gewonnen werden.

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