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Eine Kamenzer Erfolgsgeschichte

Die Firma H + K Baustoffe am Ochsenberg hat Grund zur Freude: Das erste Vierteljahrhundert hat man sehr gut gemeistert.

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© René Plaul

Ina Förster

Im Hochlager surrt der Gabelstapler unermüdlich durch die Gänge. Zementsäcke, Rohre, Fliesenkleber müssen zum Kunden gelangen. Vor dem Ladetor steht Rolf Ziesche aus Wiesa und holt gerade für die Kamenzer Granitwerke ein paar Kleinigkeiten ab. Hier bei H + K Baustoffe geht es immer schnell und unkompliziert zur Sache, meint er. Dazu kommt die freundliche und kompetente Bedienung. Die Ware kann außerdem gut eingeladen werden. Und so sehen das viele im Landkreis. „Etwa 70 Prozent unserer Kunden sind Firmen. Der Rest kommt als normaler Privateinkäufer in den Baumarkt“, erzählt Chef Oliver Käbisch. Ein Profil, das aufgeht. Seit drei Jahren führt er das Unternehmen als alleiniger Geschäftsführer, nachdem sein Vater Dieter in den verdienten Ruhestand ging. Dieser schloss im Frühsommer 1990 gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke und einem Baustoffhändler aus Schwabach den Gesellschaftervertrag für, die künftige H + K Baustoffe GmbH ab.

Ansturm nach der Wende

Ein Blitzstart sei das damals gewesen, erinnern sich die Käbischs heute nach 25 Jahren immer noch. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der 1972 verstaatlichten Firma Richard Käbisch an der Güterbahnhof / Königsbrücker Straße - dem jetzigen Scheunenviertel - wurde damals gestartet. Erinnerungen werden wach. Beispielsweise an die erste Baufachmesse im Haus. „Wir wussten selber nicht viel damit anzufangen, aber der Gesellschafter meinte, das wäre etwas. Und dann haben uns die Massen überrannt. Die Leute kamen von überall her, sogar aus der TU Dresden. Das Thema Bauen erlebte nach der Wende einen riesigen Boom. Die Kundschaft lechzte förmlich nach allem, was es vorher nur schwarz unterm Ladentisch gab“, schmunzelt Oliver Käbisch.

Auch darum stiegen die Umsätze an begehrten Baustoffen natürlich schnell. Alle und alles war im Aufbruch. Und ebenso vervielfachte sich in diesem Zug natürlich die Mitarbeiterzahl. Nach fünf Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit stieg allerdings der bayrische Mitgesellschafter aus. 40 Mitarbeiter und 15 Azubis standen damals in Lohn und Brot in der Firma. Daran hat sich bis heute glücklicherweise nicht allzu viel geändert. Immer noch sind 35 Frauen und Männer im Unternehmen angestellt. Über 50 Schulabgänger hat man in den vergangenen Jahrzehnten außerdem kompetent ins Berufsleben begleitet. Und auch viele von ihnen ins eigene Team übernommen. Auch fürs neue Ausbildungsjahr sucht man schon wieder …

Sortiment stetig erweitert

Seit 1995 wird H+K Baustoffe als reines Familienunternehmen geführt. Der innerstädtische Standort drohte in den Neunzigern allerdings schnell aus den Nähten zu platzen. Also investierte die Familie 1996 noch einmal gewaltig. Und zog ins Gewerbegebiet „Am Ochsenberg“. Hier wurde ein moderner Baustoffhandel errichtet – mit immerhin 2 000 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche sowie 3 000 Quadratmeter großem Lager. Dazu kamen Frei- und Ausstellungsflächen sowie ein Areal für den Mietpark. „Wir wurden 1996 Gesellschafter bei Hagebau, einer Gemeinschaft von damals 240 Baustoffhändlern an über 900 Standorten in Deutschland“, erzählt der Geschäftsführer. „So haben wir unser Sortiment immer aktuell erweitern können und konnten einen Kompaktmarkt einrichten. In den Standort Hoyerswerda haben wir 2000 investiert und auch dort eine kleinere Niederlassung im Gewerbepark Nardt angesiedelt.“

Im vergangenen Jahr wurde dann nochmals der Standort Kamenz energetisch saniert und farblich aufgebessert. Nun kann das große Jubiläum kommen – das Vierteljahrhundert ist voll. „Wir schauen auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Das macht uns alle stolz“, sagt Oliver Käbisch. Mit neuen Ideen und Tatkraft geht es weiter vorwärts!