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Eine neue Ausstellung entsteht

Der Zeißighof macht dörfliches Leben lebendig. Einige neue Projekte werden realisiert.

Hans Groba auf der erweiterten Galerie mit zwei Figurinen, die die winterliche Ausgehtracht tragen.
Hans Groba auf der erweiterten Galerie mit zwei Figurinen, die die winterliche Ausgehtracht tragen. © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Zeißig. Ein backsteinernes Gebäude mit vielen Sprossenfenstern und einem großen grünen Holztor – so empfängt der Zeißighof seit fast 20 Jahren seine vielen neugierigen Besucher. Diese können auf dem Vierseithof ganzjährig altes Handwerk sowie dörfliches Brauchtum erleben und die sorbische Sprache kennenlernen. So erklärt Hans Groba, der stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins Zeißig e.V., die Möglichkeiten, die sich Besuchern bieten.

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Ohne die 90 Mitglieder des Vereins würde es das Kultur- und Begegnungszentrum nicht geben, denn sie haben von 2001 bis 2007 in viel Eigenleistung, mit Unterstützung der Stadt Hoyerswerda und des Amtes für Ländliche Neuordnung Kamenz die Gebäude aus den 1880er und 1920er Jahren wieder hergerichtet. Jetzt werden darin und im Hof vor allem Veranstaltungen organisiert und manchmal neue Ideen umgesetzt.

Jetzt entsteht in der neu gestalteten Galerie über dem Kuhstall eine Ausstellung sorbisch-evangelischer Trachten, die früher in und um Hoyerswerda getragen wurden, so Hans Groba. Zum 20. Geburtstag des Kulturverein Zeißig e.V. 2017 konnten mit Mitteln der Stiftung für das Sorbische Volk vom Trachtensammler Günter Hoffmann drei große Festtagstrachten für die Hochzeit erworben werden. Ihre Präsentation erfolgt mit schon im Zeißighof vorhandenen Trachten und Trachtenteilen aus Nachlässen Zeißiger Familien an diesem zentralen Ort. „Später sollen dort auch regionale Künstler ihre Arbeiten zeigen“, verrät Hans Groba ein weiteres Vorhaben.

Zuvor war die Galerie zu erweitern, das heißt, direkt über dem Kuhstall wurden neue Dielenbretter und Balken eingezogen. Im vorhandenen Teil der Galerie sind die Dielen abgezogen und neu gestrichen worden. Die Dachbalken wurden grundgereinigt. Diese Arbeiten führte die Männerbrigade des Kulturvereins im Januar und Februar 2020 aus. Im Frühjahr realisierte Joachim Holder, Elektroingenieur und langjähriges Vereinsmitglied, die Elektroinstallation in diesem Gebäudeteil. Zur Beleuchtung hat der Vereinsfreund Johann Tesche mehrere Lichtschienen angebracht. Fachliche und materielle Unterstützung gab eine Zeißiger Elektrofirma.

Für die wertvollen Hochzeitstrachten müssen jetzt erst einmal staubdichte Vitrinen besorgt werden. Mit der Konzeption und später dem Aufbau der Trachtenausstellung haben einige Vereinsmitglieder noch zu tun. „Wir streben an, Anfang September fertig zu sein, aber die Eröffnung wird wohl aufgrund der Coronaregeln in den doch engen Räumen des Zeißighofes eher im kleinen Kreis stattfinden“, sagt Hans Groba.

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