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Bischofswerda

Eine neue Straße an der B 6

Für den Bau einer Brücke in Großharthau haben die Vorbereitungen begonnen. Doch der große Schlag folgt erst 2020.

Neben der Bahnbrücke in Großharthau wird eine Straße gebaut. Über sie werden Bewohner der Siedlung fahren, wenn die Brücke erneuert wird.
Neben der Bahnbrücke in Großharthau wird eine Straße gebaut. Über sie werden Bewohner der Siedlung fahren, wenn die Brücke erneuert wird. © Steffen Unger

Großharthau. Neben der Eisenbahnüberführung der Bundesstraße 6 in Großharthau wird seit einigen Tagen gebaggert und planiert. Hier entsteht eine Straße auf Zeit. „Es wird die Zufahrt zur Großharthauer Siedlung, wenn im nächsten Jahr die Brücke über die Bahngleise erneuert wird“, sagt Bürgermeister Jens Krauße (SPD). Bauherr ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Damit haben die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau der Brücke begonnen, die die Bahngleise der Strecke Dresden – Bischofswerda überspannt. Der Brückenbau selbst wird voraussichtlich im Februar 2020 beginnen. Im Lasuv rechnet man mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Dabei ist man sich in der Landesbehörde natürlich dessen bewusst, dass die Bundesstraße 6 eine wichtige Lebensader für die Region ist. Deswegen soll die Straße während der Bauzeit befahrbar bleiben. Konkret heißt das: Zunächst wird nordwestlich der bestehenden Brücke – in Richtung Bahnhof – die neue Brücke gebaut. Anschließend wird die Straße angeschlossen, und erst dann wird die alte Brücke abgerissen. Nur wenn die Anschlüsse zwischen Straße und Brücke hergestellt werden, soll es eine Straßensperrung für wenige Tage geben. Auch der Zugverkehr von und in Richtung Dresden soll weitgehend uneingeschränkt rollen, mit Ausnahme des Brückenabrisses. Dafür sei eine Sperrung der Bahnstrecke von 64 Stunden, keine vollen drei Tage, bewilligt worden, hieß es auf einer Einwohnerversammlung im Januar dieses Jahres, als über das Vorhaben informiert wurde.

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Die neue Brücke wird etwa um 25 Zentimeter höher als die jetzige sein. Denn gebaut wird mit Blick auf eine künftige Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Dresden – Görlitz. Mit geplanten Baukosten in Höhe von rund vier Millionen Euro gehört der Brückenneubau zu den größten Investitionsvorhaben der Bautzener Lasuv-Niederlassung in diesem und im nächsten Jahr. Die jetzige Brücke wurde 1959 gebaut und in den Jahren 1991 und 1999 teilweise saniert. Inzwischen gibt es wieder Handlungsbedarf. Die jüngste Brückenprüfung ergab die Note 3,0. Sie sagt, dass das Bauwerk in einem schlechten Zustand ist. Laut Landesamt gibt es umfangreiche Betonschäden im Überbau. Die zulässige Tragfähigkeit entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften. Aus diesem Grund habe man sich für einen Neubau entschieden. Denn die bisherige Brücke zu sanieren, wäre unter diesen Voraussetzungen nicht mehr wirtschaftlich. (SZ/ir)

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