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Eine Portion Kalk für Baum und Strauch

Beim Pflanzen ist noch Vorsicht geboten. Nicht nur Frost droht – auch die Sonne.

Von Annett Damm

Na, so einen Frühlingsstart müssen wir uns ja redlich verdient haben. Was wir im letzten Jahr um die Zeit noch gezittert haben, dürfen wir jetzt schon schwitzen. Die Gartenfreunde warten schon ungeduldig, und die Erwartung an die Natur ist hoch. Man sollte aber nicht vergessen, dass wir Anfang April haben und das Wetter auch noch mal verrücktspielen kann. Leichte Nachtfröste sind für diese Jahreszeit völlig normal und für viele nicht winterharte Pflanzen sehr schädlich. Die Sommerpflanzen gedeihen natürlich am besten, wenn sie zeitig in große Töpfe oder Kästen gesetzt werden. Ein Gewächshaus oder Folientunnel schützt die Pflanzen vor leichten Frösten und fördert durch das gleichmäßige Klima das Wachstum. Setzen Sie die jungen Pflanzen nicht gleich in die Sonne. Trübe Tage sind für den Anfang viel besser. Das gilt vor allem auch für überwinterte Kübelpflanzen. Kartoffeln und Dahlien vertragen keine Kälte, deshalb sollte man mit dem Legen noch ein wenig warten. Das Kraut darf erst aus dem Boden lugen, wenn kein Frost mehr kommt.

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Nährstoffe und Wasser sind jetzt für jede Pflanze enorm wichtig. Sträucher und Bäume regeln meist ihren Nährstoffbedarf selbst. Um das Wachstum zu verbessern, kann man mit einem stickstoffreichen mineralischen Dünger nachhelfen. Zum Beispiel Blaukorn enthält alle wichtigen Zusatzstoffe, die eine Pflanze braucht. Deshalb ist es auch für alle Kulturen in verschiedenen Mengen geeignet. Hornspäne sind als organischer Dünger ideal. Kalk sollte in keinem Garten fehlen, bis auf wenige Ausnahmen wie Rhododendron, Azaleen oder Heidelbeeren verträgt jeder Baum oder Strauch eine Portion. Auch der Kompost kann gekalkt werden.

Bei Rhododendron, Azaleen, Kamelien und Heidelbeeren kann man mit speziellem Dünger nachhelfen. Diese Pflanzen haben ungefähr den gleichen Nährstoffbedarf. Alles, was blütenlos und immergrün ist, kann mit Koniferendünger versorgt werden. Bittersalz ist ein Magnesiumdünger und beugt bei Koniferen gegen Braunfärbung vor. Bei extremen Schäden von immergrünen Gehölzen bietet sich in der Wachstumszeit ein Blattdünger an. Dieser wird direkt auf die Nadeln oder Blätter gesprüht und von der Pflanze sofort aufgenommen. Hortensien lieben kalkarme Böden. Je kalkhaltiger der Boden ist, umso schneller tritt die Rosafärbung ein.

Wer blaue Hortensien haben möchte, braucht einen aluminiumhaltigen Dünger, er wird direkt für Hortensien angeboten. Obst und Gemüse mögen organische Nährstoffe, super ist das Fertofit von Neudorff. Hier sind Wurzelwachstumsverstärker drin, Mykorrhiza genannt.