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Eine Sportmesse für Löbau

Vereine und Sportgeschäfte sollen sich in der Halle zeigen. Das wäre ein Novum für den Landkreis wie auch für Sachsen.

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© dpa

Löbau. Das Jahr 1 nach der Landesgartenschau ist für die Löbauer Messehalle vorbei, die Zeit der Premieren noch lange nicht. Denn nicht nur die Baufachmesse LöBau rückt näher. Nein, ein Team von Leuten aus der Oberlausitz plant bereits einen weiteren regionalen Höhepunkt: Eine Sportmesse. Das bestätigte Marko Weber jetzt der SZ. Weber ist Geschäftsführer beim Oberlausitzer Kreissportbund (KSB) und hält die Fäden für die neue Messe mit in der Hand. Entstanden ist die Idee wiederum in einem Gespräch zwischen KSB-Präsident Karl-Heinz Bruntsch und Messe-Chef Joachim Birnbaum, wie letzterer erzählt.

Und auch, wenn die Messe erst im Mai 2015 Premiere feiern soll, sind die Vorstellungen schon ziemlich konkret. Sogar einen Arbeitstitel gibt es schon. „Sport frei“ könnte die Messe heißen. Und auch, falls der sich noch ändert: Was die Messe will, ist klar: Den regionalen Sport präsentieren, den Vereinen Aufmerksamkeit für die Mitgliedergewinnung ermöglichen, die Sportler untereinander vernetzen und zusammen mit Sportartikelherstellern vor Ort auch für die Sportlerselbst Neuigkeiten bieten. Auch Sportgeschäfte und Krankenkassen könnten Partner der Messe werden.

Dass solch eine Messe ihr Publikum findet, davon ist Marko Weber überzeugt. In ganz Sachsen gebe es keine richtige Sportmesse, sagt er. Mit einer großen Veranstaltung in Löbau könnte sich das nun ändern. Trotzdem habe der KSB aber vor allem den Landkreis Görlitz im Blick. Mit den hiesigen Vereinen und dem hiesigen Publikum plant die Messe. Und die Region gibt ja auch etwas her: 360 Vereine bieten hier 70 Sportarten an. Diese Vielfalt darzustellen, ist ein wichtiges Anliegen von „Sport frei“. Wie genau das geschehen kann, darüber soll in den kommenden Wochen und Monaten gesprochen werden. Denn Weber weiß, dass der anvisierte Frühlingstermin, für 2015 konkret der 9. und 10. Mai, für Vereine durchaus schwierig werden kann: Terminkollisionen mit Wettkämpfen und anderem drohen. Daher gibt es die Idee, dass nicht die Vereine sich einzeln präsentieren, sondern dass sie gemeinsam ihre Sportarten vorstellen. Das ermögliche zeitliche Absprachen und mehr Flexibilität beim Betreuen der Stände, ist Weber überzeugt. Und die einzelnen Vereine könnten mit überschaubarem Aufwand dennoch ein großes Publikum erreichen. Finanziert werden soll die Veranstaltung über Standgebühren, Eintrittsgelder und mithilfe von Sponsoren. Auch hier sollen noch viele Gespräche stattfinden, kündigt Weber an.

Joachim Birnbaum freut sich bereits auf „Sport frei“. Er ist überzeugt, dass die Vereine auf der Bühne, oder mit Pferden oder für Skater auch im Außengelände, sehr gute Möglichkeiten hätten, sich darzustellen. Und wenn die Messe erfolgreich ist, stoßen vielleicht auch weitere Sportvereine aus anderen Regionen Sachsens hinzu. (SZ/gw)