merken
PLUS

Eine Umleitung weniger

Ende Juni soll der Verkehr auf der Lommatzscher- und Herrmannstraße wieder rollen. Die Bauleute ziehen um.

Von Cathrin Reichelt

Umleitungen nerven seit einigen Wochen die Kraftfahrer, die durch Roßwein fahren. Ab 27. Juni könnte sich die Situation etwas entspannen. An diesem Tag soll die Sanierung der Lommatzscher Straße abgeschlossen und sowohl diese, als auch die Herrmannstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden, erklärt Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Danach werde aber nicht an den angrenzenden Straßen weitergearbeitet, sondern an der Dresdner Straße.

Küchen-Profi-Center Hülsbusch
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!
Nichts anbrennen lassen und ab nach Weinböhla!

Schon Goethe wusste: Essen soll zuerst das Auge erfassen und dann den Magen. Das gelingt besonders gut in einer schicken neuen Küche. Jetzt zum Küchen-Profi-Center Hülsbusch und sich beraten lassen.

Vor zwei Monaten hat dort der Austausch des rund 90 Jahre alten Abwasserkanals begonnen. Die Arbeiten liegen im Plan. Deshalb hält Karin Pocher den Termin für den Beginn des Straßenbaus für realistisch – „wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt“, sagt sie. Karin Pocher hat für die OFM Abwasserentsorgungs GmbH die Bauleitung für den Kanal in der Dresdner Straße übernommen.

Der Betonkanal ist bereits auf einer Länge von rund 170 Metern verlegt. Jeweils zur Hälfte hat er einen Durchmesser von 70  und 80 Zentimetern. Zurzeit erfolgt der Anschluss an den Kanal in der Döbelner Straße, der bereits vor einigen Jahren erneuert wurde. Deshalb wird der Verkehr im Kreuzungsbereich seit einiger Zeit per Ampel geregelt. Die bleibt voraussichtlich noch bis zum Ende dieser Woche stehen.

Wie auf fast jeder Baustelle kamen auch in der Dresdner Straße einige Dinge zum Vorschein, die vorher nicht absehbar waren, die aber nicht zu einem Bauverzug geführt haben. So wurde der Austausch des Bodens notwendig, weil der Baugrund zu weich war. Im Gehweg tauchte ein verdeckter Schacht auf, mit dem keiner gerechnet hatte. Probleme habe es auch beim Entfernen des alten Kanals gegeben. Dessen Sohle sei mit Beton verstärkt gewesen. „Dadurch war es komplizierter, ihn herauszunehmen“, so die Bauleiterin.

Die Hausanschlüsse sind zurzeit bis auf die Höhe der Hausnummer 11 verlegt. Beim Austausch der Anschlüsse wurden zahlreiche Materialien gefunden. Neben Plaste-, Steinzeug- und Stahlrohren war das auch ein gemauerter Kanal. „Die unterschiedlichen Materialien machen es schwierig, die neuen Rohre mit den alten zu verbinden“, meint Karin Pocher.

Die Bauleiterin lobt die gute Kooperation zwischen den Bauarbeitern, den Anwohnern und Geschäftsleuten. Die Belieferung der Läden habe immer geklappt. Von einer Seite seien die Roßweiner immer an die Häuser an der Dresdner Straße herangekommen. Damit auch zwischendrin das Wechseln der Straßenseite möglich war, sei eine Fußgängerbrücke über den Rohrgraben gelegt worden.

Der Straßenbau an der Dresdner Straße soll am 30. Juni beginnen und bis zum 30.  September dauern. Anschließend werde bis zum Jahresende der Abschnitt der Döbelner Straße zwischen der Sparkasse und dem Hotel Stadt Leipzig saniert. Im kommenden Jahr gehe es dann von der Einmündung Dresdner Straße bis zum Rathaus weiter. Das Schul- und Heimatfest werde durch den Straßenbau nicht beeinträchtigt, meint Veit Lindner. Nur die Herrmann- und die Obere Weinbergstraße stünden für den Festumzug wahrscheinlich nicht zur Verfügung.