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Pirna

Eine Volkspartei darf sich nicht zurückziehen

SZ-Redakteur Gunnar Klehm über die Wahlergebnisse der CDU in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge.

© dpa/M: SZ

Die Zeiten für die CDU sind schwieriger geworden. Das liegt auch daran, dass diejenigen Wähler weitergezogen sind, denen egal ist, welche Person die gewünschte Partei vertritt. Wie soll man diese Stimmen zurückgewinnen? Das ist die entscheidende Frage, die diejenigen Parteien so schnell wie möglich beantworten müssen, die zur Landtagswahl Verluste hinnehmen mussten. Ideologien haben gewonnen – sowohl islamfeindliche, als auch weltrettende. Dabei hat außerdem besonders profitiert, wer keine Verantwortung trägt und sich damit auch nicht rechtfertigen muss.

CDU und SPD waren damit in Sachsen raus. Erstere scheint im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Talsohle jedoch durchschritten zu haben. Was mit dem Hinterteil eingerissen wurde, muss wieder mühsam aufgebaut werden. Das ist anstrengend, scheint sich aber auszuzahlen, wie die 31,5 Prozent für die CDU zeigen. Die Partei tut gut daran, nicht an diesem aufsteigenden Ast zu sägen, also die Ausrichtung komplett zu wechseln.

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Natürlich kann jede Partei weiterhin mit starkem Personal überzeugen und Ideologen übertrumpfen. Entscheiden, statt zu labern. Dazu wird die CDU jedoch ihre Wahrnehmbarkeit vor Ort verstärken und ihr konservatives Profil deutlicher machen müssen. Eine Volkspartei muss in der Fläche wählbar sein. Sich aus Gemeinderäten komplett zurückzuziehen, macht es Stammwählern leichter, auch mal bei anderen Parteien ein Kreuzchen zu setzen, wenn die CDU in der Kommune gar nicht mehr antritt, wie etwa bei Gemeinderatswahlen in Dohma, Hartmannsdorf-Reichenau oder Rathmannsdorf.

Kontakt zu Gunnar Klehm

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