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Einen Schützenkönig soll es in Hartha geben

Das Pfingstschießen des Schützenvereins am zweiten Juni-Wochenende ist wegen Corona abgesagt worden. Der zweite Jahreshöhepunkt soll aber stattfinden.

Tobias May (Mitte) a konnte sich im vergangenen Jahr als Schützenkönig feiern lassen. Wenn es nach Dietmar Merkel (links), Vorsitzender des Harthaer Schützenvereins, geht, wird dieser Titel auch in diesem Jahr wieder vergeben.
Tobias May (Mitte) a konnte sich im vergangenen Jahr als Schützenkönig feiern lassen. Wenn es nach Dietmar Merkel (links), Vorsitzender des Harthaer Schützenvereins, geht, wird dieser Titel auch in diesem Jahr wieder vergeben. © Lars Halbauer/Archiv

Hartha. Der Harthaer Schützenverein hätte am Wochenende nach Pfingsten einen seiner jährlichen Höhepunkte gefeiert. Jedoch musste das Pfingstschießen aus naheliegenden Gründen abgesagt werden. „Wie alle anderen Vereine auch, waren wir praktisch zur Tatenlosigkeit verdammt“, sagt der Vereinsvorsitzende Dietmar Merkel.

Merkel und seine Mitstreiter gehen aber davon aus, dass das Schützenfest des Vereins über die Bühne gehen kann. Dieses ist für das erste Wochenende im September geplant. „Wir wollen auf alle Fälle einen Schützenkönig ermitteln“, so Merkel. Jedoch gilt bis zum 31. August ein generelles Verbot von größeren Veranstaltungen. Sollte dies auch nach diesem Stichtag bestehen bleiben, müsste ein offenes Schützenfest abgesagt werden. „In diesem Fall würden wir eine vereinsinterne Feier organisieren“, so Merkel. Die Grenze von 50 Personen, wie es derzeit erlaubt ist, würde dabei nicht überschritten. 

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Der Harthaer Schützenverein zählt aktuell 27 Mitglieder. Beim Schützenfest im September des vergangenen Jahres hatte Tobias May aus Dorsten in Nordrhein-Westfalen den Titel des Schützenkönigs geholt. Der Ausfall des Harthaer Brunnenfestes, bei dem sich der Schützenverein jedes Jahr einbringt, sowie des Pfingstschießens bedeutet einen herben finanziellen Verlust für die Mitglieder. Zudem haben sie ihren Vereinsraum für private Feiern vermietet. Auch dieses Geld fehlt jetzt. Dietmar Merkel will keine konkrete Summe nennen, aber ein vierstelliger Betrag sei es schon. „Sicher bedeutet das nun nicht den Untergang für unseren Verein, aber das Geld fehlt schon“, sagt Merkel.

Auch wenn in den vergangenen Wochen kein Training möglich war, sind die Vereinsmitglieder regelmäßig im und am Schützenhaus tätig gewesen. „Wir haben Arbeitseinsätze für jeweils zwei bis drei Mitglieder organisiert, um das Grundstück in Ordnung zu halten“, so Merkel. Nun soll der Trainingsbetrieb wieder gestartet werden. Im Schützenhaus gibt es zwei Zehn-Meter-Schießbahnen für Luftdruckwaffen. Und auch die regelmäßigen Treffen der Vereinsmitglieder wird es wieder geben. „Natürlich unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienevorkehrungen“, betont Dietmar Merkel.

Den Harthaer Schützenverein gibt es seit 30 Jahren. Doch schon 1640 gab es einen solchen Verein in der Stadt. Zur Zeit des Nationalsozialismus und zu DDR-Zeiten waren Schützenvereine verboten. Im Jahr 1990 gründete sich der Harthaer Verein neu. Seit zwölf Jahren fungiert Dietmar Merkel als Vorsitzender.

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