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Einigkeit bleibt ein Wunschtraum

Gabriel Wandt über den andauernden Streit um die B 178

Die Landwirte zwischen Löbau und der Autobahn 4 werden älter, und sie werden müde. Müde von einem Streit, der nun schon seit 25 Jahren andauert. Wo kommt die Straße durch, wie wird sie gebaut, was passiert mit den Flächen, was mit den Tieren? Und es ist kein Ende in Sicht. Zwar erklärt die Landesdirektion, der jetzt angeschobene Ortolanschutz sei das letzte offene Projekt für den Abschnitt Löbau-Nostitz, aber die neugestartete Arbeit am Autobahnanschluss der B 178 hat ja gerade erst begonnen. Und somit bleibt es ein Dauerthema.

Das muss es auch bleiben. Denn natürlich wehren sich die Landwirte dagegen, manche Flächen abzugeben und auf anderen vorgeschrieben zu bekommen, was sie anbauen dürfen und was nicht. Natürlich fordern Unternehmer und viele Oberlausitzer, dass diese Straße endlich, endlich fertig werden möge. Und natürlich melden sich Umweltschützer, die sich das Wohl von Ortolan und Co. auf die Fahne geschrieben haben.

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Das alles ist bekannt, und es überrascht auch nicht, dass die Landwirte die Preise für zu niedrig halten und die Landesdirektion sich im Gegenzug den Weg der Enteignung vorhält. Bekannt bleibt auch die alte Weisheit, dass es wesentlich besser wäre, wenn alle Beteiligten das alles einvernehmlich klären könnten. Aber das bleibt offenbar ein Wunschtraum.