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Einigung im Streit um Tartanbahn

Bischofswerdas Stadtrat stimmt für den besseren Belag im Wesenitzsportpark. Hilfe bei der Entscheidung gab das Finanzamt.

Nach monatelangem Ringen um den Belag für die Laufbahn im Wesenitzsportpark gab es Beifall von den Gästen, in der Mehrzahl Mitglieder des TV 1848 Bischofswerda, für den Stadtrat: Dessen Mitglieder haben am Montagabend einstimmig beschlossen, für die Tartanbahn nun doch ein qualitativ hochwertigeres Material zu kaufen. Damit konnten sich die Oppositionsfraktionen von Linke, Bürger für Bischofswerda und SPD mit einem Antrag vom vergangenen Oktober durchsetzen.

Der jetzt beschlossene Belagtyp sei pflegeleichter, haltbarer und für mehr sportliche Aktivitäten nutzbar, hieß es dazu im Stadtrat. Er müsse erst nach 20 bis 25 Jahren erneuert werden. Dagegen hätte bei dem anderen Belagtyp, den das von der Stadt beauftragte Planungsbüro zunächst vorgeschlagen hatte, die Oberschicht schon nach circa sieben bis neun Jahren erneuert werden müssen. Vor allem Bischofswerdas Leichtathleten kritisierten diesen Vorschlag. Ein besserer Belag, wie er beispielsweise auch in Bautzener und Kamenzer Stadien verlegt worden ist, sei zwar teurer, dafür aber auf lange Sicht wirtschaftlicher, argumentierten die Sportler.

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Konkret geht es um zusätzliche Kosten von 54 000 Euro. Die Sächsische Aufbaubank gewähre dafür 30 Prozent Förderung, sagte Oberbürgermeister Andreas Erler (CDU). Um den Eigenanteil der Stadt von 37 000 Euro abzudecken, könnte der Zufall helfen: Die Stadt erwarte aus der Investition Kunstrasenplatz eine Steuerrückerstattung in Höhe von rund 32 000 Euro, sagte der OB unter Berufung auf den Steuerberater des BFV 08 und das Finanzamt. Dieser Betrag soll für die Tartanbahn eingesetzt werden. Somit bleiben noch 5 000 Euro übrig, die die Stadt aus ihrem Haushalt nehmen muss. Sponsorengelder, für die auch der TV 1848 werben möchte, könnten diese Summe noch drücken. (SZ/ir)