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Einkaufszentrum am „Frosch“ lässt auf sich warten

Erst wurde heftig um die Genehmigung für den Flachbau gestritten. Jetzt passiert schon seit zwei Jahren nichts mehr.

Von Lars Kühl

Eigentlich hätte voriges Jahr der Baustart für das neue Einkaufszentrum gegenüber des Cottaer Rathauses sein sollen. Auf dem Areal zwischen Lübecker, Raimundstraße und Altcotta war geplant, für knapp vier Millionen Euro einen Neubau zu errichten. Aldi wollte von seiner jetzigen Halle umziehen, um mehr Verkaufsfläche zu bekommen. Auch für kleinere Läden wäre noch Platz gewesen. Das Einkaufszentrum sollte das Gebiet aufwerten. Doch passiert ist bis heute nichts.

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Die Nachfrage im Rathaus ergibt nur unbefriedigende Antworten. Derzeit laufe immer noch ein sogenanntes Bauleitplanverfahren, erklärt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Erst wenn das abgeschlossen ist, steht fest, ob, wie und wann das Einkaufszentrum wirklich gebaut wird. Zurzeit wird laut Marx noch geprüft, ob das Grundstück überhaupt zur Verfügung steht, wie das Areal erschlossen werden kann, ob es umweltrechtliche Einwände gibt oder wie solch ein Neubau zur Entwicklung des Einzelhandels in Cotta und des Zentrums beitragen kann.

Der Stadtrat hatte vor zwei Jahren erst nach langem Hin und Her grünes Licht für das Zentrum gegeben. Allerdings war die Entscheidung damals heftig umstritten. Kritiker hatten an dem geplanten Flachbau bemängelt, dass er nicht ins Cottaer Ortsbild passen würde. Selbst die Stadtverwaltung hatte sich damals gegen das Einkaufszentrum ausgesprochen.

Das sollte nach den verabschiedeten Plänen eigentlich 800 Quadratmeter groß werden. Ursprünglich war die Fläche für die Halle sogar mal fast doppelt so groß vorgesehen. Für den „alten“ Aldi-Flachbau gab es bereits interessierte Nachnutzer: eine Drogerie und einen Textilmarkt. In die historische Gaststätte „Am Frosch“ wollten eine Apotheke und Arztpraxen einziehen.

Der Parkplatz des neuen Einkaufszentrums sollte außerdem direkt vom geplanten Stadtring West zu befahren sein. Für die neue Verbindung vom Flügelweg bis zum Emerich-Ambros-Ufer ist ein Verlauf entlang der Weißeritz geplant.