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Wie steht's um die Pläne zum neuen Edeka?

In Neugersdorf beim "Stadt'l" soll ein Einkaufszentrum entstehen. Das beschäftigt viele Einwohner. Sie dürfen mitreden, aber erst später.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

Die Baupläne haben in Ebersbach-Neugersdorf schon für Aufsehen gesorgt: Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen will im Ortsteil Neugersdorf einen neuen Markt bauen. In dem geplanten Gebäude will auch der Discounter Aldi eine Fläche für eine neue Filiale nutzen. Braucht die Stadt neue, größere Einkaufsmärkte? Diese Frage treibt angesichts der Baupläne viele Einwohner um. Als die Pläne bekannt wurden, haben deshalb einige ihre Meinung an die Stadt geschrieben. "Wir haben schon mehrere Stellungnahmen von Einwohnern vorliegen", bestätigt Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos). 

Dafür ist es aber noch zu früh, sagt die Bürgermeisterin. Zwar können Einwohner durchaus ihre Meinung dazu abgeben. Aber bei so einem bürokratischen Verfahren muss alles der Reihe nach gehen. Die Einwohner sind erst später dran. Zunächst muss ein vereinfachter Bebauungsplan für das Gelände erstellt werden, erklärt Bauamtsleiter Matthias Lachmann von der Stadtverwaltung das weitere Prozedere. 1,4 Hektar groß ist die Fläche, um die es geht. Zum Entwurf für den B-Plan fehlen derzeit noch Zuarbeiten vom Planer, den das Unternehmen beauftragt hat. 

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Edeka und Aldi wollen sich vergrößern

Dieser Entwurf wird, sobald er fertig ist, dann dem Stadtrat vorgelegt. Danach folgt die öffentliche Auslegung, bei der auch Einwohner den Entwurf einsehen und ihre Stellungnahmen zum Vorhaben abgeben können. "Sie werden dann auch in die Abwägung einbezogen", so Bauamtsleiter Lachmann. Alle möglichen anderen Belange werden ebenso abgewogen, zum Beispiel was den Umweltschutz, Lärmbelästigung und weitere Faktoren angeht. Eine konkrete Zeitschiene ist daher noch nicht abzusehen. Nach SZ-Informationen läuft zumindest der Mietvertrag von Aldi am jetzigen Standort in Neugersdorf noch bis Mitte 2021. Dann müsste das Unternehmen theoretisch mit dem Markt umziehen, wenn es übergangslos in der Stadt bleiben will. 

Bei Aldi geht es an dem neuen geplanten Standort um eine Vergrößerung von jetzt 740 Quadratmetern auf künftig 1.085 Quadratmeter. Vor allem die Lagerfläche am jetzigen Standort im Spreequellcenter sei inzwischen zu knapp, weil das Sortiment größer geworden ist, hieß es vom Unternehmen. Edeka will sogar von 960 Quadratmetern auf etwa das Doppelte vergrößern: ein knapp 1.900 Quadratmeter großer Markt ist hier geplant.

Kritik an Plänen

Im Einzelhandelskonzept, das die Stadt kürzlich erstellen ließ, ist die Neuansiedlung an dem Standort bei "Stadt Zittau" allerdings bereits verankert. Experten haben das Papier erstellt, um die Lage im Einzelhandel in Ebersbach-Neugersdorf zu analysieren und Hinweise für die weitere Entwicklung zu geben. Sie sehen den neuen Standort nicht als widersprüchlich an. 

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Das sehen etliche Einwohner offenbar anders. In den sozialen Netzwerken ist das Thema bereits diskutiert worden. Immer neue und größere Märkte werden nicht begrüßt. Auch die Sorge um die alten Objekte, die dann künftig leer stehen könnten, wird dort deutlich. 

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