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Netto-Markt nimmt nächste Hürden

Die Pläne für den Rothenburger Markt reifen. In Kürze können die Bürger selbst sehen, was an der Horkaer Straße entstehen soll.

So etwa könnte es aussehen, wenn der neue Netto-Markt zusammen mit dem bestehenden Edeka-Markt das "Innenstadt-Einkaufszentrum" Rothenburg bildet.
So etwa könnte es aussehen, wenn der neue Netto-Markt zusammen mit dem bestehenden Edeka-Markt das "Innenstadt-Einkaufszentrum" Rothenburg bildet. © Foto/Montage: André Schulze

Die Hindernisse auf dem Weg zum künftigen Rothenburger Einkaufszentrum nehmen ab. Erst vor ein paar Tagen beschloss der Stadtrat, den Entwurf des Bebauungsplanes anzunehmen. Damit ist der Weg frei für die öffentliche Auslegung.

Vom 9. September bis 9. Oktober können sich die Bürger der Stadt im Rathaus selbst ein Bild davon machen, wie das Areal des Edeka-Marktes mit dem künftig auf dem Gelände des Autohauses Schnieber entstehenden Netto-Markt zum sogenannten "Innenstadt-Einkaufszentrum" verschmelzen soll. Laut Sabine Schreiber vom beauftragten Planungsbüro Schubert aus Radeberg wird die Gesamtverkaufsfläche 2.680 Quadratmeter betragen, davon entfallen 1.630 Quadratmeter auf Edeka und 1.050 Quadratmeter auf Netto. Damit muss sich der Discounter mit einem Kompromiss begnügen. Im September 2018 hatte Projektentwickler André Kunath von 1.750 Quadratmetern Verkaufsfläche gesprochen, im Juni 2019 ging man nur noch von 1.200 Quadratmetern aus. Jetzt sind es noch einmal 150 Quadratmeter weniger. Der aktuelle Netto-Markt präsentiert seine Waren auf 700 Quadratmetern.

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Bahngleise bleiben in ihrer Funktion erhalten

Festgelegt wurde jetzt, dass die Baukörper räumlich nicht näher an den auf der anderen Seite der Horkaer Straße befindlichen Friedhof heranrücken dürfen und dass sie eingeschossig errichtet werden müssen. "Eine mehrgeschossige Variante gibt die begrenzte Kaufkraft der Bevölkerung im Raum Rothenburg nicht her", begründet die Planerin.

Irritationen unter den Stadträten ergaben sich aus der überplanten Fläche. So schien es, dass das derzeit zu Abstellzwecken genutzte Nebengleis der benachbarten, aber seit vielen Jahren stillgelegten Bahnanlage mit in die Planungen einbezogen und auch das Hauptgleis nicht genügend berücksichtigt worden war. Das, so Stadtrat und Kleinbahnvereinsmitglied Philipp Eichler, soll perspektivisch jedoch wieder für den Verkehr zur Verfügung stehen. Die Sorge erwies sich jedoch als unbegründet. Nach Informationen von Sabine Schreiber beträgt der Abstand zwischen Markt und Gleis etwa 15 Meter.

Bebauungsplan frühestens Anfang 2021

Bis es zum genehmigten Bebauungsplan kommt, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Die im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingehenden Stellungnahmen müssen begutachtet und je nach Relevanz eingearbeitet werden. Dann wiederum hat der Stadtrat das Sagen und muss einen Abwägungsbeschluss fassen, später ist der Bebauungsplan - erneut durch den Stadtrat - zur geltenden Satzung zu machen. Die Planerin rechnet damit frühestens Anfang 2021. Im Juni 2019 war man davon ausgegangen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits der Baubeginn realistisch sei.

Damit dem Innenstadt-Einkaufszentrum vom Areal des früheren Penny-Markt am äußeren Ende der Horkaer Straße nicht irgendwann wieder Konkurrenz erwächst, wurde dort der Handel mit Nahrungs- und Genussmitteln im Hauptsortiment für künftige Interessenten ausgeschlossen. Der Anteil darf maximal 25 Prozent des Hauptsortiments betragen. Im Moment betreibt Wreesmann dort einen Restpostenmarkt.

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