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Einmal Hölle und zurück

Trotz extremer Bedingungen: Döbelner Starter finishen bei größtem österreichischen Mountainbikefestival in Bestzeit.

Nass, frierend, schmutzig, aber glücklich: Lutz Mothes (links) und Sven Wallrabe in Bad Goisern im Ziel.
Nass, frierend, schmutzig, aber glücklich: Lutz Mothes (links) und Sven Wallrabe in Bad Goisern im Ziel. © privat

Döbeln. Sie haben es wieder getan. Die Radsportler des Döbelner SC. Drei von ihnen starteten am Wochenende bei der Salzkammergut Trophy 2019 in Österreich. Dabei waren Sven Wallrabe, Lutz Mothes und Tobias Sachse mit ihrem Abschneiden durchaus zufrieden, zumal der Wettkampf unter extremen Bedingungen durchgeführt wurde.

Regen und Kälte erwartete die insgesamt etwa 5 000 Teilnehmer bereits am Start in Bad Goisern beziehungsweise in Obertraun am Hallstätter See. Wallrabe begab sich auf die 37 Kilometer-Strecke, Mothes und Sachse dagegen legten 74 Kilometer zurück. „Jetzt sind wir einmal angemeldet, da müssen wir auch durch. Es fehlte eigentlich nur noch Schnee, dann hätten wir abgebrochen“, beschreibt Mothes seine Gefühle beim Start und sagt weiter: „Mieser hätte das Wetter nicht sein können.“

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Die 74-Kilometer-Strecke führte die beiden Döbelner bis auf 2 446 Höhenmeter. Ein besonderer Scharfrichter sei dabei der Salzberg oberhalb von Hallstatt. Drei Kilometer führt die Strecke steil bergauf. „Und wenn du denkst, dass du oben bist, folgt ein noch steilerer Abschnitt“, sagt Lutz Mothes. „Einmal Hölle und zurück beschreibt es am besten“, sagt er. Erst recht bei den vorherrschenden Bedingungen.

Kälte und Regen fordern Tribut

Der starke Dauerregen ließ nicht nach, zudem forderten Wind und Kälte ihren Tribut. Die Strecke weichte auf und die Abfahrten erwiesen sich mit kleinen Bächen als zusätzliche Herausforderungen. „Auf der Abfahrt von der Rossalm waren noch 6 Grad C°. Da hatte man an manchen Stellen das Gefühl, aufhören zu müssen, wenn in Händen und Füßen kaum noch Gefühl vorhanden ist“, sagt Mothes. „Die Brühe steht einem förmlich in den Schuhen.“

Dennoch fuhren die Döbelner weiter, mit dem festen Ziel, in Bad Goisern zu finishen. Vor allem aber, um ihre Bestzeiten zu verbessern. Mothes hatte sich die aus dem Vorjahr zum Ziel gesetzt, Sven Wallrabe, der bereits zum zehnten Mal bei diesem Klassiker startete, die von vor fünf Jahren. „Da gibt man nicht einfach auf, da zieht man durch“, sagt Mothes, der allerdings auch versteht, wenn man bei solchen Bedingungen absteigt. „Von neun gestarteten Frauen ist am Ende eine im Ziel angekommen. Aber auch nach Stürzen haben viele Teilnehmer aufgehört.“

Doch aufgeben war für die drei Döbelner in diesem Jahr kein Thema. Und trotz der Bedingungen verbesserte Lutz Mothes seine Bestzeit mit 4:38,47 Stunden (h) um 15 Minuten. Das bedeutete von 501 Startern den 142. Platz insgesamt und in der Altersklasse 50 von 114 Startern den 24. Platz. Tobias Sachse kam nach 5:13,27 h auf Platz 282 und Rang 83 in der AK M30 ins Ziel und Sven Wallrabe auf der 37-Kilometer-Strecke nach 2:37,28 h auf Platz 221 von 437 Startern und Rang 33 von 77 in der AK M50. Damit stellte er seine Bestzeit ein.

Kommendes Jahr ist gebucht

„Einfach raus aus den Klamotten und ins Warme“, nur noch diese Gedanken hatten die drei Döbelner nach der Zieldurchfahrt, wobei sie sicher nicht das letzte Mal beim größten österreichischen Mountainbikefestival gestartet sind. „Bestimmt nicht“, sagt Lutz Mothes und verrät: „Die Pension ist schon wieder reserviert.“

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